Zugangsbeschränkungen

Warteschlangen vor der Apotheke: So reagieren die Kollegen

, Uhr
Berlin -

Auch wenn derzeit im Handel Flaute herrscht: Weitere Zugangsbeschränkungen könnten den Alltag in den Apotheken deutlich erschweren. Nur ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche bedeutet vielerorts: Bitte einzeln eintreten! Die ersten Kollegen denken laut aposcope-Umfrage darüber nach, wie sie ihren Kunden das Warten in der Kälte erleichtern können.

Aktuell gilt für den Handel eine Obergrenze von einem Kunden pro zehn Quadratmeter, dies entspricht dem geforderten Mindestabstand von 1,50 Meter. Vereinzelt gibt es Apotheken, die nur einen Kunden einlassen dürfen, oft sind es aber zwei Kunden (21 Prozent), drei Kunden (28 Prozent) der vier Kunden (20 Prozent) gleichzeitig.

Nichtsdestotrotz führen die Auflagen vielerorts zu Wartezeiten für die Kunden: Zwei von drei Apotheken (68 Prozent) berichten von Warteschlangen zu bestimmten Zeiten, weitere 12 Prozent von einem Dauerzustand während der gesamten Öffnungszeit. Zum Vergleich: Beim ersten Lockdown im Frühjahr, als zeitweise strengere Zugangsbeschränkungen galten, waren es 77 beziehungsweise 17 Prozent. Von denjenigen Kollegen, bei denen es aktuell keine Wartezeiten gibt, rechnen übrigens auch zwei Drittel nicht damit, dass es künftig dazu kommen wird.

Was aber unternehmen Apotheken, um Warteschlangen zu regulieren oder angenehmer zu gestalten? Aufsteller vor der Apotheke mit Verhaltenshinweisen gibt es in zwei von drei Apotheken (68 Prozent), auch Bodenmarkierungen als Abstandshalter sind in jeder zweiten Apotheke zu finden (56 Prozent). Bodenmarkierungen, um die Kundenströme zu lenken, oder gar Absperrbänder zur Markierung der Wege kommen ebenfalls zum Einsatz (36 beziehungsweise 14 Prozent). Auch an Sitzgelegenheiten vor der Apotheke für ältere Kunden wird immerhin in jeder achten Apotheken gedacht.

Ein gravierender Unterschied zum Frühjahr sind die winterlichen Temperaturen. Dennoch sind Heizpilze bei neun von zehn Apotheken derzeit kein Thema, genauso wenig wie der Ausschank von Heißgetränken.

Allen Widrigkeiten zum Trotz halten drei von vier Befragten den neuen Lockdown für sinnvoll, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. An der aposcope-Umfrage nahmen am 10. und 11. November 303 verifzierte Apotheker*innen und PTA teil.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr aus Ressort
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Kassen schicken Geldtransporter zu Apotheke »
Preisanpassung bei Apothekenserver
NGDA: Securpharm wird teurer »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Keine Sicherheitsbedenken
Impfstoff-mRNA in Muttermilch»
Sars-CoV2-Arbeitsschutzverordnung verlängert
Hygienekonzept: Was gilt in Apotheken?»
Schlafprobleme bei Kindern möglich
Paracetamol: Gefahr in der Schwangerschaft?»
Diabetiker:innen bekommen Schwierigkeiten
Lieferengpass bei Insuman: Pen statt Patrone»
Fettleibigkeit verschlechtert die Prognose
Adipozyten fördern Brustkrebswachstum»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Kassen schicken Geldtransporter zu Apotheke»
Preisanpassung bei Apothekenserver
NGDA: Securpharm wird teurer»
Funktion der Immunzellen gestört
Zecken: Speichel hemmt Abwehr»
Limit für geringfügige Beschäftigung erhöht
Minijob: 70 Euro mehr verdienen»
A-Ausgabe Oktober
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Debatte geht in die nächste Runde
EMA befürwortet Biosimilar-Austausch»
Jede Verordnungszeile einzeln
Mehrfachverordnungen: Wie wird beliefert?»
Was wird von der Kasse erstattet
Retaxgefahr: Sprechstundenbedarf auf Rezept»