Berliner Schule zu, Kinderärzte geben Entwarnung

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Berlin -

Nach den ersten bislang nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus in der Hauptstadt bleibt eine Schule geschlossen. Und es stehen weitere Testergebnisse an. Wie geht es den Kontaktpersonen?

Nach den ersten nachgewiesenen Fällen der neuen Coronavirus-Infektion in Berlin erwarten die Behörden an diesem Dienstag weitere Testergebnisse. Rund 60 Menschen wurden ausfindig gemacht, die als Kontaktpersonen eines bereits infizierten 22-Jährigen gelten. Darunter sind unter anderem Mitbewohner und Kollegen des jungen Mannes aus Berlin-Mitte. Auch seine Eltern, die aus Nordrhein-Westfalen stammen und in der Hauptstadt zu Besuch waren, wurden isoliert. In Nordrhein-Westfalen gibt es mit mehr als 90 Fällen bisher die größte Häufung von Infektionen in Deutschland.

Am Montagabend wurden nach dem ersten bekannt gewordenen Fall des 22-Jährigen noch zwei weitere Infektionen in Berlin gemeldet. Es handle sich um einen Mann in Marzahn-Hellersdorf und eine Frau in Mitte, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagabend mit. Sie sollen nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit dem Fall des erkrankten 22-Jährigen in Verbindung stehen. Der junge Patient wird weiter auf einer Isolierstation im Virchow-Klinikum der Charité behandelt.

Die Lehrkraft aus Marzahn-Hellersdorf habe sich offenbar auf einer Italien-Reise infiziert. Der Mann war mit zwei Gruppen aus 74 Schülern sowie sechs Lehrkräften auf Skifahrt in Südtirol und entwickelte nach der Rückkehr Krankheitssymptome. Er wird nun im Vivantes-Klinikum Kaulsdorf isoliert und behandelt. Als Vorsichtsmaßnahme bleibt die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain, an der der Patient unterrichtet, bis auf weiteres geschlossen. Schüler und Lehrer sollen zu Hause bleiben, bis die
Testergebnisse der Kontaktpersonen vorliegen.

Die Charité richtet am Dienstag eine Untersuchungsstelle für Tests am Standort Virchow-Klinikum als eine spezielle Anlaufstelle ein.
Bürger, die eine Infektion mit dem Erreger befürchten, können sich dorthin wenden. Die Charité bat auch auf Twitter aber darum, die Untersuchungsstelle nicht eigenmächtig aufzusuchen, sondern sich zuerst an die Hotline des Senats (030/90282828) oder an den Hausarzt zu wenden.

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