Kühlkette unterbrochen

88 Menschen erhalten unbrauchbaren Impfstoff

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Berlin -

Insgesamt 88 Menschen sind in Cuxhaven und Bad Bederkesa mit einem unbrauchbaren Impfstoff geimpft worden. Das Vakzin wurde zu lange bei Temperaturen über 8 Grad Celsius gelagert. Aufgefallen war das Missgeschick erst nach der Immunisierung der Personen.

Bei den Impfdosen sei die Kühlkette für 37 Stunden unterbrochen gewesen, ohne dass dies aufgefallen sei, teilte der Landkreis Cuxhaven am Freitag mit. Dadurch sei die Wirkung des Impfstoffes nicht mehr sichergestellt.

Alle betroffenen Impflinge seien bereits identifiziert worden. Gesundheitliche Beeinträchtigungen hätten sie nicht zu befürchten, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Kai Dehne. Allerdings werde vermutlich eine weitere Impfung notwendig sein.

Impfungen erfolgten am Mittwoch

Verimpft wurde Comirnaty (Biontech). Bei der fehlerhaften Lagerung handelte es sich nur um Impfdosen des Erwachsenen-Comirnatys. Kinder-Dosen seien nicht betroffen gewesen. Die Temperatur wurde nach Aussagen des Gesundheitsamtes um 4 bis 5 Grad überschritten. Eigentlich müssen die Vials bei 2 bis 8 Grad gelagert werden. „Wir haben die Impfstoffe selbstverständlich umgehend ausgetauscht, als wir auf das Problem aufmerksam wurden. Am Mittwoch dreht es sich daher nur um die Termine bis etwa 11 Uhr“, erläutert Dehne.

Comirnaty ist vier Wochen bei 2 bis 8 Grad stabil. Bei höheren Temperaturen gibt Biontech die Haltbarkeit mit vier Stunden an (8 bis 30 Grad). Das verdünnte Vial ist über sechs Stunden stabil. Aus mikrobiologischer Sicht sollte eine sofortige Anwendung erfolgen.

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