Kollegen berichten

Notdienst der besonderen Art APOTHEKE ADHOC, 30.03.2017 14:57 Uhr

Berlin - Was viele nicht wissen: Der Notdienst ist für Notfälle da. Trotzdem kommen immer wieder Kunden nachts oder am Sonntagmorgen in die Apotheke und haben eher ausgefallene Wünsche. Kollegen berichten über ihre schönsten Erlebnisse. Hier geht es zum ersten Teil.

Eine 15-Jährige kommt im Notdienst mit ihrem „Freund“ und verlangt die Pille danach. Ich hole sie und verlange inklusive Notdienstgebühr 22,50 Euro. Darauf sie entsetzt: „Waaas?! Ist die SCHON WIEDER teurer geworden! Haste mal noch was Geld, Torben?“ Eine Dame legt ein gefälschtes Rezept über ein codeinhaltiges Mittel vor. Ihr Arzt habe ihr das im Vorbeigehen an der Tankstelle ausgestellt. Ich weise darauf hin, dass ich es nicht abgebe und die Polizei verständigen müsse. Die Dame geht schnell weg. Nach einer halben Stunde ruft sie an, mit angezeigter Festnetznummer, und bietet mir „eine unvergessliche Nacht“ an, wenn ich die Anzeige zurücknehme. Ein Patient wollte im Notdienst zwei Liter reines Dimethylsulfoxid zur inneren Anwendung. Ich lehnte diese Forderung mit einem Hinweis auf die gesundheitlichen Folgen ab. Ich gebe EllaOne an eine Frau nach einem kurzen Beratungsgespräch ab. Am Ende desselbigen fragt sie mich nach einem Date. Am besten sogar am morgigen Freitag, da hätte sie einen Babysitter. Ich lehnte freundlich ab mit dem Hinweis, dass ein solch privater Umgang mit seinen Patienten nicht statthaft sei.

APOTHEKE ADHOC Debatte