Katzenhalterin fälscht Rezepte und landet vor Gericht

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Berlin - Ungewöhnlicher Fall im thüringischen Mühlhausen: Eine Katzenhalterin fälschte gleich drei Rezepte für ihre vierbeinigen Lieblinge – und landete vor Gericht. Der Staatsanwalt forderte 6000 Euro Strafe. Doch die Tierfreundin fand eine milde Richterin vor dem Amtsgericht Mühlhausen.

In erster Instanz wurde die Züchterin zur Zahlung von 19 Tagessätzen à 25 Euro verurteilt. Ihr Vergehen: In drei Fällen hatte sie versucht, mit einem manipulierten Rezept an das Antibiotikum Zithromax N1 zu gelangen. Das erste Mal im Dezember 2014, danach noch im Februar und Oktober 2015.

In allen drei Fällen war das Rezept verändert und nicht von der Tierärztin unterschrieben. Betroffenen war unter anderem die Mohren-Apotheke in Bad Langensalza, die den Fall aber nicht weiter kommentieren möchte.

„Ich arbeite seit zehn Jahren hier, ein Fall von Rezeptfälschung bei Tierrezepten ist bislang noch nicht vorgekommen. Urkundenfälschung hingegen kommt häufiger vor“, sagt der Sprecher des Amtsgerichts Mühlhausen. Strittig war dem Sprecher zufolge, ob die Tierhalterin ein Blankorezept von der Tierärztin erhalten hatte. Das hatte die Frau ausgesagt. Das Gericht glaubte hingegen der Tierärztin, die angab, dass sie kein Blankorezept an die Angeklagte ausgegeben habe.

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