Impfstatus: Apothekenteams für Auskunftspflicht

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Berlin - Dass Arbeitgeber in Gesundheits- und Bildungswesen den Impfstatus ihrer Belegschaft abfragen dürfen, finden Apotheker:innen und PTA positiv. Zwei Drittel von ihnen würde eine solche Auskunftspflicht auch bei Apothekenmitarbeiter:innen begrüßen. Dies ergab eine Umfrage von aposcope.

Zwei von drei Befragten würden eine Auskunftspflicht über den Impfstatus unter Apothekenmitarbeiter:innen begrüßen (67 Prozent), 25 Prozent sind dagegen. Zum Vergleich: Dass Angestellte in Pflegeheimen, Schulen und Kitas ihren Arbeitgebern Auskunft über ihren Impfstatus geben müssen, dem stimmen 77 Prozent zu und 18 Prozent sind dagegen.

Es sind vor allem die Inhaber:innen, die gerne Klarheit über den Impfstatus in ihrem Team haben möchten: 81 Prozent würden eine Auskunftspflicht begrüßen, mit 87 Prozent ist hier auch die Zustimmung zu den beschlossenen Regelungen in Pflege und Schulen/Kitas hoch. Auch unter angestellten Apotheker:innen und PTA gibt es allerdings mehrheitlich eine Zustimmung zu einer Transparenz gegenüber dem Arbeitgeber in der Apotheke (72 beziehungsweise 58 Prozent) beziehungsweise bei Pflegeberufen und Lehrer:innen/Erzieher:innen (83 beziehungsweise 71 Prozent).

Dass die Apothekenteams gegen allzu viel Rücksichtnahme auf Impfverweigerer sind, zeigt auch die hohe Zustimmung zur 2G-Regel: Wirtschaftlich gesehen sei diese eine gute Alternative zu einem erneuten Lockdown, finden 78 Prozent der Befragten. Bei den den Inhaber:innen liegt die Zustimmungsquote mit 83 Prozent hier sogar noch niedriger als bei angestellten Approbierten (86 Prozent). PTA folgen mit 72 Prozent.

81 Prozent finden, dass mehr fundierte Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, damit sich mehr Menschen gegen Corona impfen lassen. Dies hat sich im Vergleich zum August kaum verändert. 77 Prozent halten es für sinnvoll, dass die Hospitalisierungs-Inzidenz als Grundlage für Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eingeführt wurde. Zwei von drei Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Pandemiebekämpfung hierzulande im internationalen Vergleich gut ist, das ist ein leichter Rückgang: Bei den vergangenen Umfragen seit Anfang Juni hatte der Anteil bei 71 bis 77 Prozent gelegen.

Nach vor hat jede:r zweite Befragte die Sorge, dass sich noch viele Menschen an Corona sterben werden (47 Prozent). 72 Prozent teilen die Ansicht, dass sich das Coronavirus in den kommenden Wochen weiter massiv ausbreiten wird. Jede:r Dritte ist der Meinung, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen den Höhepunkt von Mitte April mit mehr als 32.500 Fällen noch übersteigen wird. 39 Prozent haben Angst, dass sie sich selbst infizieren könnten. Immerhin 29 Prozent sind aber auch optimistisch, dass das Ende der Pandemie in Sicht ist.

Unverändert gibt es laut Umfrage nur in 5 Prozent der Apotheken Corona-Verdachtsfälle oder -Erkrankungen. Dass Krankmeldungen von Mitarbeiter:innen zugenommen haben, finden unverändert 20 Prozent.

An der Umfrage nahmen am 14. September insgesamt 304 verifizierte Apotheker:innen und PTA teil.

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