Barrierefreiheit

Hoffnung für die Treppen-Apotheke Alexander Müller, 27.09.2018 15:01 Uhr

Berlin - Hoffnung für die Pelikan-Apotheke in Düsseldorf. Eine neue Betriebserlaubnis für die vorübergehend geschlossene Apotheke hängt an der Frage der Barrierefreiheit. Nach einem Gespräch in großer Runde mit der Aufsichtsbehörde erhält Apothekerin Dr. Dorothee Knell jetzt die Möglichkeit, das Problem mit den drei Stufen doch noch zu lösen.

Die Apotheke hatte Knell einst von ihrem Vater übernommen und bis 2015 selbst geführt. Doch dann zog sie nach Bayern und vermietete die Apotheke an einen Kollegen. Doch der hatte zuletzt keine Miete mehr bezahlt, seit Mitte Juni ist die Pelikan-Apotheke geschlossen. Offenbar steht eine persönliche Tragödie hinter dieser Entwicklung. Knell möchte dazu nichts sagen, will aber die Apotheke schnell wieder vermieten. Doch bevor die Behörde eine neue Betriebserlaubnis erteilt, muss die Sache mit der Barrierefreiheit gelöst sein.

Denn zum Eingang der Apotheke müssen die Kunden seit jeher drei, wenn auch flache Stufen überwinden. Die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) verlangt aber einen barrierefreien Zugang. Und bei Inhaberwechseln und Neueröffnungen sind die Aufsichtsbehörden in dieser Frage streng. Das gilt wie im Düsseldorfer Fall auch für eine vorübergehende Schließung.

Doch Knell kämpft für den Erhalt der Apotheke, die es an dem Standort seit knapp 130 Jahren gibt und die von Knells Familie über vier Generationen geführt. Deshalb hat sich die Apothekerin am Montag mit Vertretern der zuständigen Behörde zusammengesetzt und den Fall erörtert. Von einem sehr konstruktiven Gespräch mit dem Amtsapotheker, dem Amtsleiter und einem Vertreter des Gesundheitsderzernats ist die Rede. Sogar jemand der Bauaufsicht wurde als Experte hinzugezogen, um etwaige Umbaumöglichkeiten zu besprechen.

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