Herstellerabschlag: Ärger mit ADL

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Die Rechenzentren kennen solche Konflikte unisono und wissen auch, dass ab einem gewissen Punkt nur noch der Druck von der Basis hilft. Deshalb ergänzt das ARZ Haan in seinem Schreiben die Kontaktdaten von ADL, damit die Apotheken ihre Forderungen dort direkt geltend machen können.

Das scheint zu wirken. Zwar steht eine Stellungnahme des Importeurs noch aus, der Anrufbeantworter teilt aber bereits proaktiv mit: „Sollte sich Ihr Anliegen um den Herstellerrabatt handeln, schreiben Sie bitte eine eMail an leitung(@)adlgmbh.con oder schicken die Unterlagen mit Ihrer Bankverbindung per Fax an 07033-46669828.“ Das klingt nicht so, als müssten sich die Apotheker auf größeren Widerstand einstellen.

Nervig ist es für die Inhaber trotzdem, denn zumindest der Aufwand bleibt an der Apotheke hängen. „Dieses System muss funktionieren“, schimpft ein Apothekenleiter aus Bottrop. „Das ist eigentlich nicht meine Aufgabe, ich hatte im Studium auch gar kein Inkasso als Fach.“

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) versucht seit Jahren, bei der Politik eine andere Regelung durchzusetzen. Zumindest müssten die Apotheker für die Inkasso-Leistung finanziell entschädigt werden. Bislang wurde diese Bitte vom Gesetzgeber nicht erhört.

 

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