Hacker-Angriff auf Wolfsburger Apotheke

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Berlin - Eine Wolfsburger Apotheke ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Sie hatte eine E-Mail mit einem Trojaner erhalten, der die Word-Dateien auf dem betroffenen Rechner sperrte. Wenig später erhielt die Apotheke ein Erpresserschreiben. Doch die Apotheke war zu gut vorbereitet.

Eine Mitarbeiterin der Apotheke bemerkte am Samstag, dass die Dateien gesperrt waren. Per Mail wurde der Inhaberin ein Weg in das sogenannte Darknet gewiesen. Dort sollte sie ein Entschlüsselungsprogramm kaufen, mit dem die Dateien zu retten seien. Gezahlt wird in Bitcoins, der Kurswert liegt aktuell bei rund 600 Euro.

Doch der Ehemann der Apothekerin befasste sich nicht weiter damit, welcher Betrag letztlich gefordert wurde. Er kümmerte sich selbst um die Rettung der Dateien. Da alle Internet-fähigen Rechner in dem Filialverbund bewusst nicht oder nur über geschlossene Programme miteinander vernetzt sind, wurden keine anderen Geräte infiziert.

Das hat sich in diesem Fall bewährt, denn etwa 3000 Dateien waren von der Schadsoftware befallen. Diese konnten aber aus einer Sicherungskopie von einem externen Server wieder hergestellt werden. Kundendateien waren zu keinem Zeitpunkt betroffen, da alle Rechner mit Warenwirtschaftssystem keine Anbindung an E-Mail-Programme und dergleichen haben.
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