Mysteriös: Faxe verschwinden im Nirwana | APOTHEKE ADHOC
Hal Allergy

Mysteriös: Faxe verschwinden im Nirwana

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Berlin -

Alle drei Minuten geht bei Hal Allergy ein Fax mit einer Bestellung für ein Allergietherapeutikum ein. So gut wie alle Faxe erreichen ihr Ziel. Bei einem Apotheker gibt es allerdings seit Jahren das gleiche Problem. Seine Faxe an Hal Allergy verschwinden im Nirwana. Sie kommen nicht an, obwohl das Faxprotokoll die Übermittlung bestätigt. Das bedeutet Mehrarbeit. Der Therapiebestellschein muss in der Apotheke eingescannt und per eMail übermittelt werden.  

Jedes Jahr gehen laut Hal Allergy rund 150.000 Bestellungen für Allergietherapeutika ein, davon 99 Prozent per Fax. Das hat nichts mit der angeblichen Digitalisierungsverweigerung von Apothekern oder Ärzten zu tun. Das hat einen einfachen Grund, erläutert Dr. Benedikt Pafferath, Marketingmanager des Unternehmens. Die Verordnung erfolgt per Rezept und Thearapiebestellschein. Dieser wird auf Papier ausgestellt und mit dem Rezept in die Apotheke gebracht. „Die Apotheke faxt den Therapiebestellschein dann an uns“, so Pafferath. Früher habe man auch per Telefon bestellen können. Das wurde aber abgeschafft – aus Datenschutzgründen und wegen der größeren Fehlergefahr bei der mündlichen Bestellung. Pafferath: „Unsere Produkte sind hochpreisig und sensibel. Da dürfen keine Fehler passieren.“

Dem Marketingmanager sind nur zwei Problemfälle bekannt. Eine Arztpraxis habe schon mal Probleme mit dem Faxen gemeldet. Und eben Gunnar Müller aus der Sonnen-Apotheke in Detmold. In Kürze will ein Regionalleiter von Hal Allergy der Ursache auf den Grund gehen. Denn Apotheker Müller benutzt ein handelsübliches Faxgerät: „Alle anderen Faxe kommen an.“ Für jedes Fax an Hal Allergy erhält Müller auch ein Faxprotokoll, dass den Versand bestätigt. Allerdings kommt es trotzdem bei der Firma nicht an. „Ich warte dann, wenn keine Bestellbestätigung kommt, rufe ich dort an.“

Inzwischen kennt man Müller bei Hal Allergy. Vor gut zwei Jahren haben die Faxprobleme begonnen. Jetzt hat Müller eine eMail ans Unternehmen geschickt: „Auch gut 2 Jahre nach unseren ersten Problemen mit der Faxanbindung Ihres Unternehmens, müssen wir erneut zur Kenntnis nehmen, dass die auf Ihren Aufträgen für eine Bestellung vermerkte Fax-Nummer nach wie vor zu keinerlei Reaktion geschweige denn zu einer Bestellaufnahme Ihres Unternehmen führt. Wir sind es leid, im Interesse unserer Kunden immer und immer wieder Mehraufwand bei Hal Allergy-Bestellung betreiben zu müssen, Ihre Kontaktdaten zu hinterfragen, die Aufträge letztlich dann doch zu scannen und Ihnen dann als eMail-Anhang zukommen zu lassen.“ Er bitte um Rückruf und um schnellstmögliche Behebung des Problems. Jetzt ist Müller gespannt, ob der Hal Allergy Regionalleiter den Fehlerteufel findet.

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