Neue Reinräume geplant

Chef-Apothekerin: „In der Klinik ist jeder Tag anders“

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Berlin -

Seit einem Jahr führt Kim-Elisabeth Heinemann die Apotheke des Klinikums Lüneburg. Die 41-jährige Apothekerin kümmert sich aktuell um die Erweiterung des Betriebs: Der Apothekenbereich soll umgebaut und mit neuen Reinräumen erweitert werden. 

Heinemann versorgt mit ihren 30-köpfigem Team die Patientinnen und Patienten des Klinikums Lüneburg, der Ortholklinik sowie weitere Einrichtungen in den Landkreisen Lüneburg und Uelzen. „Ich bin angekommen im Team, fühle mich wohl im Haus“, sagt sie. „Hier ist jeder Tag anders, aber genau das macht es aus.“

Fachapothekerin für Klinische Pharmazie

Die Apothekerin ist klinikerfahren: Zuvor war sie etwa seit 2014 als Apothekerin in der Universitätsmedizin Göttingen tätig. Sie ist Fachapothekerin für Klinische Pharmazie sowie Ernährungsberatung und betreut auch die Analyse, Qualitätskontrolle und die Herstellung von Arzneimitteln. Während der Pandemie gehörte sie einem Arbeitskreis rund um Covid-19- Impfungen an, der sogenannten Impftaskforce.

Auch in Lüneburg sind die Tätigkeiten vielfältig. Zu ihren Aufgaben zählen Organisation, Personalführung, strategischer Einkauf in Zeiten von Lieferengpässen und die Mitarbeit in verschiedenen Gremien. Auch die fachliche Beratung von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften gehört dazu. In der Krankenhausapotheke werden auch Arzneimittel für die Kinderklinik selbst hergestellt. Für fast alle Stationen wird eine vollautomatische Verblisterung angeboten.

Neubau als Chance für Klinikapotheke

Aktuell ist die Apothekerin mit vielen technischen und organisatorischen Fragen rund um das neue Großprojekt für das kommende Jahr beschäftigt: Die Planung und der Bau neuer Reinräume sowie der Umbau des Apothekenbereiches. „Das ist auch eine Chance, die neuen Räume an unsere Prozesse anzupassen und alles technisch auf den neuesten Stand zu bringen“, sagt Heinemann.

Krankenhausapotheken sind dem Klinikum zufolge in Deutschland seltener geworden. Umso wichtiger sei es, die vorhandenen Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln, betont Heinemann. Im vergangenen Jahr gab es laut Abda-Zahlen bundesweit noch 347 Krankenhausapotheken, zehn Jahre zuvor waren es noch 390.

Das Klinikum Lüneburg ist ein Akutkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 14 Kliniken und Instituten sowie zwei Belegabteilungen mit aktuell rund 560 Planbetten. Heinemann folgte auf Manfred Kühne, der nach mehr als 20 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

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