Apothekerin sucht gebrauchte Lizenz

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Berlin -

Elwira Mychajlenko hat die Spindel-Apotheke in Hof im September wiedereröffnet. Da sie die Neupreise für Apotheken-Software für zu hoch hält, sucht die Apothekerin nach gebrauchten Lizenzen von Awinta. Sie erhofft sich dadurch einen finanziellen Vorteil. Doch das dürfte schwer werden.

Rund sechs Monate war die Spindel-Apotheke geschlossen, nachdem der Vorbesitzer Wolfgang Fickenscher im Februar 2017 bei einem Lawinenunglück in Österreich ums Leben gekommen ist. Als er starb, kümmerte sich Sohn Wolf Fickenscher, der im Landkreis Kulmbach ebenfalls eine Apotheke betreibt, um die Abwicklung. Die Niederlassung des Vaters in Hof zu übernehmen, war für ihn keine Option. Das Ende der Spindel-Apotheke schien besiegelt.

Erst eine Anzeige auf der Kammerhomepage leitete die Wende ein. Mychajlenko, die zu dem Zeitpunkt in Bremerhaven als angestellte Apothekerin gearbeitet hat, las die Annonce und meldete sich daraufhin umgehend bei der Vermieterin des Hauses. Denn es war nicht nur der Traum der gebürtigen Ukrainerin, eine eigene Apotheke zu führen. Der Standort war für sie auch aus privaten Gründen attraktiv: Ihr Lebensgefährte lebt in der oberfränkischen Stadt.

Für die Apothekerin hieß es aber, praktisch bei Null anzufangen. Die Mitarbeiter haben längst neue Jobs und die Kunden eine andere Stammapotheke gefunden. Ein Pflegeheim, das die Spindel-Apotheke ehemals beliefert hat, hat sich ebenfalls einen Ersatz gesucht. „Es ist wirklich eine große Herausforderung, eine Apotheke nach einer monatelanger Schließung wiederzueröffnen“, sagt die 34-Jährige. „Da hat man noch nichts verdient und alle kommen und wollen Geld, und zwar unvorstellbar viel.“

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