G+M Zürn ist pleite

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Berlin -

Der Apothekeneinrichter G+M Zürn ist pleite. Das Insolvenzverfahren über das Bielefelder Unternehmen wurde am 1. Oktober beim Amtsgericht Bielefeld eröffnet. Den Antrag hatte G+M Zürn bereits Ende August gestellt. In der Vergangenheit zählte die Firma zu den drei größten Einrichtern von Apotheken und Arztpraxen.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Andreas Pantlen von der Berliner Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner bestellt. Er bestätigte gegenüber APOTHEKE ADHOC, dass G+M Zürn zahlungsunfähig ist. Forderungen sind gegenüber Pantlen bis zum 23. November anzumelden.

Geschäftsführer Gerhard Wolff hatte am 25. August einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dieses wurde am 1. Oktober „wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ formal eröffnet. Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen dürfen nur noch an Insolvenzverwalter Pantlen gestellt werden. Die Gläubigerversammlung findet am 14. Dezember um 10 Uhr beim Amtsgericht Bielefeld statt.

Die Mitarbeiter wurden offenbar erst nachträglich über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens informiert. Allerdings konnten sie sich ihren Teil vermutlich denken, da dem Vernehmen nach schon seit August keine Gehälter mehr gezahlt wurden. Ob es einen Plan für die Mitarbeiter gibt, war nicht zu erfahren. Wolff war bislang nicht zu erreichen.

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