Apothekeneinrichtung

Einrichter Rissel richtet sich neu aus

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Berlin -

Der Apothekeneinrichter Rolf Rissel leitet behutsam den Generationswechsel ein: Namensgeber und Inhaber Rolf Rissel hat sich zwei neue Führungskräfte an Bord geholt: Karl Löffl als zweiter Geschäftsführer und Sascha Vopel als Vertriebsleiter sollen bei dem Berliner Unternehmen irgendwann als Doppelspitze die Führung übernehmen. Aber noch denkt der Gründer nicht ans Aufhören.

Rissel ist gelernter Tischlermeister und hatte zunächst als freier Mitarbeiter beim Einrichter Wiemer & Schott (heute Wiemer Einrichtungen) angefangen. Im Vertrieb war er zunächst in Norddeutschland unterwegs, nach der Wende kam Mecklenburg-Vorpommern dazu. Im Mai 2003 gründete er seine eigene Firma, der Umzug nach Berlin erfolgte im März 2007.

Nach eigenen Angaben hat Rissel rund 400 Apotheken in der ganzen Republik eingerichtet. Geliefert wird überallhin, die Produktion ist in Berlin. Hier stellen 33 Mitarbeiter Apothekenmöbel her. Die Ausstellungsfläche wird auch als Veranstaltungsraum genutzt.

Rissel ist jetzt 60 Jahre alt – langsam Zeit, sich Gedanken über eine Nachfolge zu machen. Die Weichen wurden Anfang März gestellt: Zunächst steigt Löffl in die Geschäftsführung auf, nach Rissels Abgang soll er zusammen mit Vopel die Geschicke des Möbelbauers leiten.

Löffl ist ebenfalls gelernter Tischlermeister und seit knapp zwei Jahren bei Rissel. Der Österreicher war zuvor viele Jahre für die Firma Umdasch aktiv, einem der europaweit führenden Inneneinrichter. Löffl hat unter anderem die Ausstattung der Filialen des Buchhändlers Thalia betreut.

Vopel ist seit Anfang des Jahres für Rissel tätig. Er betreut ein eigenes Gebiet, verantwortet im Unternehmen aber den gesamten Vertrieb. Auch Vopel kennt das Geschäft mit Apotheken schon: Er war zuvor für den Konkurrenten G+M Zürn im Außendienst tätig.

Für Rissel ist es wichtig, rechtzeitig neue Führungskräfte im Unternehmen zu etablieren, damit bei seinem Abschied in einigen Jahren die Verhältnisse geordnet sind. Ob der Firmenname erhalten bleibt? Das stehe dann nicht mehr in seiner Macht, sagt Rissel. Besonders logisch wäre es aber nicht, den etablierten Namen aufzugeben.

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