Sprachprüfung

AKWL: Die meisten Apotheker kommen aus Syrien

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Berlin -

Eine positive Bilanz zieht die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) über die Sprachprüfungen für ausländische Apotheker: Im Apothekerhaus in Münster fanden 88 Kontrollen statt. „51 Prüflinge haben direkt beim ersten Versuch die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache nachgewiesen und die Prüfung bestanden“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Walter.

In der Fachsprachenprüfung müssen die Prüfungskandidaten ein simuliertes Gespräch zwischen Apotheker und Patient führen, sich in einem weiteren Gespräch mit einem anderen Apotheker fachlich austauschen und einen schriftlichen Prüfungsteil absolvieren. Von den Prüflingen waren rund zwei Drittel Frauen. Zu 78 Prozent kamen die ausländischen Apotheker aus Nicht-EU-Ländern. Den größten Anteil aus den sogenannten Drittstaaten machen noch immer syrische Prüflinge aus. So kamen von den Prüfungskandidaten 37 aus Syrien. Insgesamt 19 Apotheker kamen aus EU-Staaten wie Rumänien, Italien oder Polen.

Die zuständigen Approbationsbehörden für das Kammergebiet Westfalen-Lippe sind die drei Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold und Münster. Von diesen sind 51, 21 beziehungsweise 16 Kandidaten zur Fachsprachenprüfung an die AKWL gemeldet worden. Seit August 2016 nimmt die Kammer die Fachsprachenprüfungen für alle ausländischen Apotheker ab.

Seitdem sind bis Dezember 2019 insgesamt 284 Prüfungen im Apothekerhaus abgenommen worden. „Damit ist der Zulauf in den dreieinhalb Jahren nach wie vor viel höher als erwartet. Ursprünglich wurde mit ein bis zwei Prüfungen pro Monat gerechnet, 2019 waren es durchschnittlich sieben“, berichtet Walter. Zum 1. September 2019 hat das Ministerium der AKWL auch die Aufgabe der Erstellung rechtsmittelfähiger Bescheide zu den Fachsprachenprüfungen übertragen.

 

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