Retaxationen

Was sind die drei Preisgünstigsten? APOTHEKE ADHOC, 24.08.2017 12:14 Uhr

Berlin - Rabattverträge, Aut-idem, Import oder Substitutionsausschlussliste – Apotheker müssen bei der Rezeptbelieferung zahlreiche Vorgaben einhalten, um nicht Gefahr zu laufen, eine Retaxation zu kassieren. In bestimmten Fällen muss eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel beliefert werden – aber welche sind das überhaupt?

Ist ein rabattiertes Arzneimittel nicht lieferbar und erlaubt die Belieferung keinen Aufschub, können Apotheker die Sonder-PZN und den entsprechenden Faktor auf das Rezept drucken. Ist eine unverzügliche Abgabe erforderlich, darf nicht irgendein vorrätiges Präparat abgegeben werden, sondern nach den Vorgaben des Rahmenvertrages eines der „drei preisgünstigsten Arzneimittel und im Falle der aut idem-Ersetzung zusätzlich das namentlich verordnete Arzneimittel […] oder ein importiertes Arzneimittel“. Zählt das verordnete Medikament zu den drei preisgünstigsten, darf das gelieferte nicht teurer sein als das namentlich verordnete Produkt. Sind alle unter den Kriterien zur Auswahl stehenden Arzneimittel nicht lieferbar, muss der Arzt eine neue Verordnung ausstellen.

Die Software zeigt die drei preisgünstigsten Arzneimittel an. Apotheker haben dann freie Wahl, oder? Ausgehend von den Preisstufen, muss die günstigste gewählt werden. Sind in dieser bereits drei Arzneimittel gelistet, darf auch nur aus diesen gewählt werden. Beinhaltet die Stufe jedoch mehr als drei Präparate, dürfen Apotheker aus all diesen Produkten frei wählen.

Sind in der niedrigsten Preisstufe jedoch nur ein oder zwei Arzneimittel gelistet, darf auf die nächst höhere Preisstufe zugegriffen werden. Dabei kann dann über alle Arzneimittel der zweitniedrigsten Stufe verfügt werden. Somit können anstatt drei Medikamente sogar vier oder sechs zur Auswahl stehen. Umfassen die niedrigste und zweitniedrigste Preisstufe nur je ein Arzneimittel kann sich die Auswahl um die drittniedrigste Sufe vergrößern.
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