Retax-Falle § 27a

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Berlin - Die Krankenkassen übernehmen bei Kinderwunsch nach § 27a Sozialgesetzbuch (SGB V) die Hälfte der Kosten für die medizinischen Maßnahmen, die bei der künstlichen Befruchtung entstehen. Bei der Belieferung der Rezepte können Unsicherheiten in der Abrechnung entstehen: Wann darf zu Lasten der Krankenkasse abgerechnet werden, wann werden 50 Prozent des Preises übernommen und wann besteht eine Prüfpflicht?

Arzneimittel, die im Rahmen der künstlichen Befruchtung eingesetzt werden können, sind zum Beispiel Menogon HP, Gonal F oder Puregon. Der Indikation entsprechende Verordnungen können mit dem medizinischen Hinweis auf den Paragraphen 27a bedruckt sein. In diesem Fall unterliegt die Apotheke keiner Prüfpflicht und die Krankenkasse erstattet die Hälfte der Kosten. Die Patienten tragen den restlichen Teil des Arzneimittelpreises, aber keine weitere Zuzahlung.

Die Verordnung wird mit der Sonder-PZN 09999643 bedruckt, der abzurechnende Betrag wird mit der Hälfte des Arzneimittelpreises angegeben. Das Zuzahlungsfeld wird mit einer „0“ versehen. Sollte eine Krankenkassen mehr als 50 Prozent der Kosten übernehmen, kann die Apotheke in der Regel trotzdem nur 50 Prozent abrechnen. Der Patient muss in diesem Fall seinen Eigenanteil direkt mit der Krankenkasse verrechnen.

Ist eine Verordnung nicht mit dem Hinweis auf eine Versorgung nach § 27a versehen, muss die Apotheke ihrer Prüfpflicht nachkommen, sofern es der regionale Liefervertrag vorsieht. Ausgenommen sind die Ersatzkassen. Die Primärkassen in Hamburg haben einen Arzneiliefervertrag mit dem Hamburger Apothekerverband geschlossen. Für Rezepte der AOK Rheinland/Hamburg, BKK Landesverband Nordwest, SVLFG, IKK classic und Knappschaft ist eine Prüfpflicht festgelegt. Auch für einige Primärkassen in Bremen lag eine Prüfpflicht vor.

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