Notfall-Verschreibung

N-Rezepte nicht für Substitution APOTHEKE ADHOC, 10.04.2019 14:16 Uhr

Berlin - Hat der Arzt im Notdienst kein Betäubungsmittelrezept zur Hand, darf im Ausnahmefall ein Muster-16-Formular ausgestellt und unverzüglich ein BtM-Rezept in der Apotheke nachgereicht werden. Diese Notfall-Verschreibung ist gemäß der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) zulässig, gilt allerdings nicht für die Substitution.

Laut § 8 Absatz 6 dürfen „außer in den Fällen des § 5“ – Substitution, Verschreiben von Substitutionsmitteln – Betäubungsmittel für Patienten, den Praxisbedarf und Tiere in Notfällen in zur Behebung des Notfalls erforderlicher Menge abweichend verschrieben werden. Sprich: nicht auf einem BtM-Formular. Die Verordnungen sind mit dem Zusatz „Notfall-Verschreibung“ zu versehen. Fehlt der Hinweis, darf die Verschreibung nicht beliefert werden.

Außerdem dürfen Apotheken Notfall-Verordnungen laut BtMVV § 12 nicht beliefern, wenn das Rezept „vor mehr als einem Tag ausgefertigt wurde“ oder eben Substitutionsarzneimittel verordnet sind. Die Notfall-Verordnung muss wie das gelbe BtM-Rezept die Vorgaben der BtMVV erfüllen. So müssen folgende Angaben enthalten sein: „Arzneimittelbezeichnung, soweit dadurch eine der nachstehenden Angaben nicht eindeutig bestimmt ist, jeweils zusätzlich Bezeichnung und Gewichtsmenge des enthaltenen Betäubungsmittels je Packungseinheit, bei abgeteilten Zubereitungen je abgeteilter Form, Darreichungsform.“ Die Menge des verordneten Arzneimittels muss in Gramm oder Milliliter oder Stückzahl der abgeteilten Form angegeben werden. Die Angaben N1, N2, N3 oder 1 OP sind nicht ausreichend.

Werden Pflaster verordnet, ist die Beladungsmenge anzugeben, sofern keine herstellerspezifische Verordnung vorgenommen wurde. Auch die Gebrauchsanweisung mit Einzel- und Tagesangabe ist gefordert. Hat der Arzt an den Patienten eine schriftliche Gebrauchsanweisung übergeben, muss „ein Hinweis auf diese schriftliche Gebrauchsanweisung“ auf der Verordnung vorgenommen werden.

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