Bericht zum Substitutionsregister

Substitution: Mehr Patienten, weniger Ärzte Nadine Tröbitscher, 11.03.2019 10:09 Uhr

Berlin - Ein Trend setzt sich fort: Die Zahl der Substitutionspatienten ist auch 2018 gestiegen. Allerdings ist im Gegenzug die Zahl der substituierenden Ärzte in den vergangenen neun Jahren rückläufig, dies belegt der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichte Bericht zum Substitutionsregister.

Seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2002 werden Zahlen zu Substitutionspatienten, substituierenden Ärzten sowie den verschriebenen Substitutionsmitteln und deren Entwicklung erhoben und veröffentlicht. Stichtag ist der 1. Juli. 2018 wurden zum Zeitpunkt der Datenerhebung 79.400 Substitutionspatienten gemeldet – ein Plus von 600 Patienten im Vergleich zum Vorjahr. In den vergangenen Jahren ist die Zahl kontinuierlich gestiegen. Waren es 2002 noch 46.000 Patienten, klettert die Anzahl 2009 auf 74.600, im Jahr 2014 waren es 77.500.

Gegenläufig zur steigenden Zahl der Patienten ist die Anzahl der substituierenden Ärzte. Waren 2009 noch 2700 Mediziner gemeldet, sank deren Zahl in den Folgejahren immer weiter. 2014 waren es noch 2650 Ärzte. 2007 waren noch 2599 Mediziner in diesem Bereich tätig. Im vergangenen Jahr sank die Zahl auf 2585 um weitere 14 Kollegen.

Im Jahr 2018 nutzen 548 (entsprechend etwa 21 Prozent) der Mediziner die Möglichkeit der Konsiliarregelung. Denn auch Ärzte ohne suchtmedizinische Qualifikation dürfen Patienten behandeln. Seit Oktober 2017 sind es pro Arzt maximal zehn – statt zuvor drei – Patienten, vorausgesetzt ein qualifizierter Mediziner wird als Konsiliararzt in die Therapie einbezogen. Diese Regelung sicherte die Behandlung von etwa 1 Prozent aller Substitutionspatienten. Bis zu 1. Juli 2018 hatten etwa 14 Prozent der substituierenden Ärzte die Hälfte aller Substitutionspatienten gemeldet.

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