Suboxone: Hexal bringt Bunalict

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Berlin - Die Substitutionsbehandlung opioidabhängiger Patienten wird von Methadon und Levomethadon bestimmt. Der Einsatz von Buprenorphin war im vergangenen Jahr rückläufig, vor allem Suboxone (Buprenorphin/Naloxon, Indivior) verzeichnete einen Negativtrend. Hexal setzt dennoch auf die Kombination und launcht zur Monatsmitte Bunalict.

Bunalict ist in der Kombination Buprenorphin und Naloxon in zwei Stärken auf dem Markt. Die Sublingualtabletten enthalten 2 mg und 0,5 mg beziehungsweise 8 mg und 2 mg Wirkstoff. Indiziert ist das Arzneimittel zur Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit bei Erwachsenen und Jugendlichen über 15 Jahren im Rahmen medizinischer, sozialer und psychotherapeutischer Maßnahmen. Gelistet sind Packungen zu sieben und 28 Stück.

Suboxone ist in gleicher Stärke seit März 2007 auf dem Markt. Im September 2016 kam die Stärke 16 mg und 4 mg zu 28 Sublingualtabletten hinzu. Bunalict ist aktuell einziges Konkurrenzprodukt zu Suboxone mit gleicher Wirkstoffkombination als Sublingualtablette. Buprenorphin als Monopräparat ist seit einiger Zeit generisch.

Buprenorphin ist ein partieller Antagonist mit hoher Affinität an den opioden μ- und κ-Rezeptoren des Gehirns bindet und nicht von Heroin oder Morphin verdrängt werden kann. Der Wirkstoff bindet langsam und reversibel an die μ-Opioidrezeptoren und minimiert so das Verlangen nach Drogen über einen längeren Zeitraum. Naloxon wirkt hingegen antagonistisch an den μ-Opioidrezeptoren und unterliegt bei oraler Gabe beinahe vollständig dem First-Pass-Metabolismus. Der Zusatz soll jedoch den intravenösen Missbrauch verhindern, da dann die volle antagonistische Wirkung von Naloxon zum Tragen kommt.

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