Hilfsmittel

Entlassrezept: Milchpumpe für vier Wochen APOTHEKE ADHOC, 10.08.2018 09:03 Uhr

Berlin - Klinikärzte dürfen im Rahmen des Entlassmanagements sowohl Arzneimittel als auch Hilfsmittel verordnen. Menge beziehungsweise Versorgungszeitraum sind dabei auf ein Minimum beschränkt. Doch bei der Verordnung von Hilfsmitteln gibt es Ausnahmen.

Hilfsmittel zum Verbrauch dürfen im Rahmen des Entlassmanagements nur für sieben Kalendertage beziehungsweise als nächstgrößere im Handel befindliche Versorgungseinheit verordnet werden. Milchpumpen fallen jedoch unter die Hilfsmittel, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind und deren Verordnungsdauer keiner Begrenzung unterliegt. Dies ist in der Hilfsmittelrichtlinie festgehalten: „Ist eine Verordnung von Hilfsmitteln erforderlich, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, gilt diese Begrenzung der Verordnungsdauer nicht.“

Demnach können Milchpumpen zum Verleih über eine Mietdauer von vier Wochen auf einem Entlassrezept verordnet werden. Wichtig zu beachten ist, dass die Apotheke dem jeweiligen Hilfsmittelversorgungsvertrag beigetreten ist und eine Präqualifizierung nachweisen kann. Außerdem sind je nach Krankenkasse individuelle Verträge bezüglich der Genehmigung zu beachten.

Allgemein gilt für die Abrechnung von Milchpumpen: Die Primärkassen legen eine maximale Mietdauer von sechs Monaten fest. Der Mietpreis darf den Verkaufspreis des Gerätes nicht überschreiten. Für die AOK gilt: Im Vorhinein ist eine Genehmigung bei der Krankenkasse zu beantragen. Der Mietpreis beträgt für die ersten 14 Tage 25,64 Euro, ab dem 15. Tag können 1,54 Euro pro Tag in Rechnung gestellt werden. Ersatzkassen wie zum Beispiel Barmer und Techniker Krankenkasse erstatten pro Miettag 1,64 Euro. Eine Versorgungsanzeige ist notwendig, wenn die Mietdauer 16 Wochen überschreitet.

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