Lagerbedingungen

Arzneimittel mögen's kalt APOTHEKE ADHOC, 01.06.2018 12:57 Uhr

Berlin - Arzneimittel werden in der Regel bei Raumtemperatur gelagert. Ideal sind in diesen Fällen Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Diese magische Grenze darf in Apotheken laut Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) nicht überschritten werden. Kontrolliert wird dies meist durch Min-Max-Thermometer. Einige Arzneimittel müssen jedoch kühl gelagert werden, andere unterliegen gar der Kühlkette. Die sachgemäße Lagerung ist vor allem bei den aktuellen Temperaturen zu beachten.

Werden Arzneimittel zu kalt oder zu warm gelagert, können Wirksamkeit und Galenik beeinträchtigt werden. Wirkverlust oder Schmelze von so manchem Zäpfchen oder mancher Kapsel können die Folge sein. Die korrekte Lagertemperatur kann sich jedoch nach dem Öffnen ändern. So müssen einige Arzneimittel nach Anbruch kühl, beziehungsweise bei Raumtemperatur gelagert werden. Wie ein Arzneimittel zu lagern ist, steht auf dem Umkarton und der Packungsinformation.

Berechnungen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) zu Folge entspricht die Zahl der temperaturempfindlichen Arzneimittel etwa 5 Prozent der jährlich verordneten Arzneimittel. Jedes Jahr würden etwa 30 Millionen dieser Arzneimittel abgegeben. Etwa 20 Millionen sollten bei maximal 8 Grad gelagert werden. Kühlkettenpflichtig seien etwa 8 Millionen Medikamente. In diesem Fall muss während der gesamten Lieferkette die Temperatur im Zulässigkeitsbereich von minimal 2 und maximal 8 Grad liegen. Die richtige Lagerung gewährleistet die Wirksamkeit des Arzneimittels, denn durch Einfrieren oder zu starke Erwärmung kann es zu einem Wirkverlust kommen.

Die wohl bekanntesten kühl zu lagernden Produkte sind Insuline und Impfstoffe aber auch einige Augentropfen, Asthmasprays, Verhütungsringe, Magen-Darm-Therapeutika sowie Biosimilars. Bei falscher Lagerung kann es teuer werden, denn gerade Biologicals zählen zu den Hochpreisern unter den Arzneimitteln. Werden kühlpflichtige Medikamente in der Apotheke abgegeben, sollte der Kunde auf die richtige Lagerung hingewiesen werden. Außerdem sollten angemessene Maßnahmen für den Transport von der Apotheke nach Hause getroffen werden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

LABOR-Debatte

Bewerbersuche: Wie läuft das bei euch?»

Gynäkologie

Pascofemin: Spasmo wird Complex»

Das Mittel aus der Fernsehwerbung (Teil 3)

„Ich trinke“: Frauen bekennen sich im TV»
Politik

Pharmastudent begeistert mit Brief an AKK

„Eier in der Hose – so ist es richtig!“»

„Der Gesundheitsminister macht, was er will“

Pharmaziestudent schreibt an Kramp-Karrenbauer»

Staatsdienst

Polizei sucht Ärzte»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

AMK-Meldung

NMBA ist die neue Verunreinigung in Losartan»

Medizinalhanf

Tilray liefert Cannabisblüten in zwei Stärken»

Therapieresistente Depression

FDA: Zulassungsempfehlung für nasales Esketamin»
Panorama

Raubserie

Berliner Apothekenräuber: „Ich konnte Ihre Angst sehen“»

Apotheke in Barmstedt schließt

Securpharm macht Apotheke den Garaus»

Großhändler

Bombenfund: Alliance Nürnberg kann nicht mehr liefern»
Apothekenpraxis

Mucosolvam Phyto Complete

Sanofi erklärt portofreie Retoure»

Personalmangel

Schaufenster: Mitarbeitersuche mit Leuchtreklame»

LABOR-Download

Kundenflyer: Angaben zur Blutzuckermessung»
PTA Live

Aktionstage für Kinder

Apotheke wird Gummibärchen-Werkstatt»

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»

Rezeptur

Isotonisierung von Augentropfen: So wird gerechnet»
Erkältungs-Tipps

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»

Erkältung

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»