Kontrazeption

Verhütung per Smartphone dpa/ APOTHEKE ADHOC, 10.03.2017 11:45 Uhr

Berlin - Verhütungs-Apps unterstützen Frauen bei der sogenannten natürlichen Familienplanung. Bei dieser hormonfreien Art der Verhütung gibt es jedoch einiges zu beachten – für jeden ist sie nicht geeignet.

Neun Jahre lang schluckte Maggie Fricke jeden Tag eine kleine Tablette, die sie vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen sollte. Dann hatte sie die Pille „im wahrsten Sinne des Wortes satt“, wie sie sagt. Erst als Fricke wieder einen Partner hatte, machte sie sich erneut Gedanken über Verhütung. Zurück zur Pille wollte sie nicht, bei einer Kupferspirale hatte sie Angst vor Regelschmerzen. „Aus Mangel an Alternativen entschied ich mich für die natürliche Verhütung.“ In ihrem Blog wearetheladies.de berichtet sie von ihren Erfahrungen.

So wie Maggie Fricke geht es auch anderen Frauen. Eine hormonelle Verhütung – zum Beispiel per Pille, Ring, Pflaster oder Spirale, stellt immer einen Eingriff in den Hormonhaushalt des Körpers dar und kann Nebenwirkungen haben: Das Thrombose-Risiko ist erheblich erhöht, manche Frauen beklagen sexuelle Lustlosigkeit, andere berichten von Depressionen. Die eine oder andere denkt deshalb über Alternativen nach. Wer nicht dauerhaft mit Kondomen verhüten will, kann es mit der natürlichen Familienplanung /NFP) versuchen. Dabei helfen mittlerweile eine Reihe von Smartphone-Apps.

Bei der NFP-Methode wird an den wenigen fruchtbaren Tagen im weiblichen Zyklus zusätzlich verhütet, an unfruchtbaren Tagen verzichtet man darauf. Wann ungefähr eine Frau fruchtbar ist, kann sie mit der sogenannten symptothermalen Methode feststellen. Dafür notiert sie zunächst, in welchem Abstand sie ihre Periode bekommt. Zusätzlich misst sie jeden Morgen um die gleiche Zeit noch im Bett liegend ihre Körpertemperatur und trägt diese in eine Kurve ein.

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