FU Berlin

Erster Student der Freien Universität gestorben dpa, 22.10.2019 15:28 Uhr

Berlin - Wer hat schon eine Universität mitgegründet? In Berlin hat Stanislaw Karol Kubicki das schon als Student geschafft. Für die Freie Universität bleibt er die Nummer 1.

Die Freie Universität Berlin trauert um ihren ersten Studenten Stanislaw Karol Kubicki. Der Mediziner mit der Matrikelnummer 1 starb am Wochenende im Alter von 93 Jahren, teilte die Hochschule mit. Kubicki gehörte zu den kritischen Studierenden der heutigen Humboldt-Universität, die nach ideologischem Druck im Berliner Ostsektor 1948 eine „freie Universität“ im Westteil der Stadt forderten. Mithilfe der amerikanischen Alliierten und unterstützt von Berliner Politikern wurde die FU 1948 mitten in der Berlin-Blockade gegründet.

Kubicki erhielt seine Matrikelnummer 1 vor fast 71 Jahren am 5. November 1948. Nach Studium und Promotion leitete er von 1974 bis 1991 als Professor eine FU-Abteilung für Klinische Neurophysiologie. Der Schlafforscher blieb seiner Uni auch im Ruhestand verbunden. „Er war nicht nur einer der frühen Wegbereiter und engagierten Kämpfer für unsere Hochschule, vielmehr verkörperte er sie“, sagte Berlins FU-Präsident Günter Ziegler. Kubicki sei lebenslang FU-Botschafter geblieben. „Wir sind stolz auf unsere Matrikelnummer 1. Die Universität hat Karol Kubicki viel zu verdanken, wir werden ihn nicht vergessen.“ Kubicki war der Sohn des Schriftstellers, Philosophen, Übersetzers und expressionistischen Malers Stanislaw Kubicki, der sich Ende der 1930er Jahre der polnischen Widerstandsbewegung gegen die Nationalsozialisten anschloss. 1943 wurde der Vater von der Gestapo ermordet.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) würdigte Kubicki am Dienstag als großartige Persönlichkeit. Sein Wirken habe die Stadt nachhaltig geprägt. Er sei nicht nur Mediziner gewesen, sondern auch ein ambitionierter Kunstwissenschaftler. So blieben die Gründung der Berlinischen Galerie, der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst und zahlreiche wichtige Ausstellungen eng mit seinem Namen verbunden. „Kubicki hat an der Berliner Geschichte mitgeschrieben, und er hinterlässt uns vieles, was bleiben wird“, sagte Müller. „Er ist das beispielgebende Vorbild eines engagierten Bürgers, der sich zeitlebens für die Freiheit eingesetzt hat.“

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