AMK-Meldung

Lieferengpass bei Turixin Deniz Cicek-Görkem, 31.08.2017 16:37 Uhr

Berlin - Die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) meldet einen Lieferengpass bei Turixin (Mupirocin): Grund dafür ist laut Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) ein Produktionsproblem. Doch Apotheker können als therapeutische Alternative die Salbe im Rezepturmaßstab herstellen. 

GSK zeigte Anfang August einen Lieferengpass für das Präparat auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) an. Die 2-prozentige Nasensalbe wird voraussichtlich im April 2018 wieder lieferbar sein. Der Hersteller verweist auf eine mögliche Eigenherstellung in der Apotheke. Die Zeitschrift Krankenhauspharmazie gewährt Abonnenten des DAC/NRF, im Mitgliederbereich die Herstellungsvorschrift der Mupirocin-haltigen Nasensalbe einzusehen. Die AMK teilt eine Lieferbarkeit der in der Rezeptur enthaltenen Substanzen mit.

Die Nasensalbe Turixin (PZN 04524898) mit dem Wirkstoff Mupirocin wird zur Elimination von Staphylokokken aus der Nasenschleimhaut eingesetzt und ist insbesondere aus der Krankenhauspharmazie bekannt. Die Wirkung beruht auf einer kompetitiven Hemmung der bakteriellen Isoleucyl-transfer-RNA-Synthetase. Die Hemmung der Proteinbiosynthese führt zu einem Absterben der Bakterienzelle.

Empfohlen wird eine zwei- bis dreimal tägliche Anwendung. Die Salbe sollte in den vorderen Bereich der Nase eingebracht und über 5 bis 7 Tage appliziert werden. Eine Vermischung mit anderen Substanzen, beispielsweise mit anderen Nasensalben, sollte nicht erfolgen, da sonst das Risiko einer Verdünnung mit der Folge der Abnahme der antibakteriellen Aktivität besteht. Zudem kann ein Stabilitätsverlust auftreten.

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