Software

Das Handy als Medizinprodukt APOTHEKE ADHOC, 02.01.2014 10:26 Uhr

Berlin - Das Smartphone erinnert an die Tabletteneinnahme, das Tablet misst den Blutdruck: Experten schätzen, dass es etwa 15.000 Apps gibt, die im weitesten Sinne etwas mit der Gesundheit zu tun haben. Das reicht vom Pillenwecker bis hin zu professionellen Apps, die Ärzte bei ihrer Diagnose und Therapieentscheidung unterstützen. Manche dieser Anwendungen leisten inzwischen so viel, dass sie als Medizinprodukt gelten. Doch die Grenze zwischen Medizinprodukt und „einfacher App“ ist schwierig zu ziehen.

Software kann seit 2007 als Medizinprodukt eingestuft werden. Laut Medizinproduktegesetz (MPG) gilt das unter anderem für Systeme, die zum Zwecke der Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten oder zur Empfängnisregelung bestimmt sind.

Dr. Henning Düwert, Jurist beim Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VfA), hat sich mit der Problematik der Gesundheits-Apps beschäftigt. Er zeigt Tendenzen auf: Als Medizinprodukte sieht er zum Beispiel Apps zur Blutzucker- oder Blutdruckmessung, zur Therapieplanung und Diagnose oder zur telemedizinischen Überwachung.

Apps für Abrechnungsmanagement, Schmerztagebücher oder Gesundheitsdatenverwaltung stellen aus seiner Sicht eher keine Medizinprodukte dar. So genannte „Pillenwecker“ seien umstritten, aber tendenziell keine Medizinprodukte, so Düwe

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