Apothekenkooperationen

Easy: Vision oder Größenwahn Alexander Müller, 13.03.2019 09:56 Uhr

Berlin - Jeder Patient soll bei „Apotheke“ sofort an „Easy“ denken – so die Vision von Vorstand Stephan Just. Diese hat er zuletzt in einem Interview mit dem „Wirtschaftsforum“ kundgetan. Der Weg dahin ist allerdings noch lang. Nach mehreren Finanzierungsrunden hat sich die Systemzentrale ehrgeizige Ziele gesetzt. 2019 könnte ein entscheidendes Jahr für das Franchisesystem werden.

Als er gemeinsam mit Lars Horstmann 2012 zu Easy kam, war die Firma Just zufolge „in einer Schieflage“. Der Umbruch war eingeleitet: 2011 waren mit dem Bielefelder Textilgroßhandel Katag, der Stuttgarter Industriellenfamilie Magirus, der Firma Terberger und der Niedersächsische Kapitalbeteiligungsgesellschaft (NKB) neue Investoren an Bord gekommen. Letztere hat sich inzwischen zurückgezogen.

Die anderen Investoren haben dagegen jüngst noch einmal Kapital zugeschossen: Knapp 2,5 Millionen Euro wurden bei den Gesellschaftern über Wandelanleihen eingeworben. Das war ein Drittel des bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im Dezember genehmigten Betrags. In diesem Zuge wurde die „Wachstumsstrategie 300“ beschlossen. Dieser Schlachtruf fasst die Erwartungshaltung zusammen.

Just verweist auf die positive Entwicklung: Der Umsatz auf bestehender Fläche sei in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um mehr als 14 Prozent pro Jahr gestiegen. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe ihren Außenumsatz seit 2013 auf zuletzt 300 Millionen Euro verdreifacht. Im Jahr 2015 wurde die Eröffnung der 100. Easy-Apotheke groß gefeiert – zum Einstieg von Just und Horstmann waren es nur halb so viele Standorte. Bei der Neuausrichtung wurde auch die Discountstrategie aufgegeben, der neue Claim lautet seitdem: „Einfach viel drin“.

Die Expansion ist derweil etwas ins Stocken geraten. Die Anzahl von heute 125 Apotheken ist in den vergangenen Monaten nicht dramatisch gewachsen, auch weil immer mal wieder Schließungen dazwischenkamen. Jene feierlich eröffnete 100. Apotheke zum Beispiel ist schon wieder zu. Die Inhaberin hat kurz vor Weihnachten aufgegeben. Eigentlich wollte Easy den Standort schon im Januar neu vergeben, bislang hat sich für das Prestigeobjekt an der Düsseldorfer Luegallee offenbar noch kein Nachfolger gefunden.

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