Synbiotic schickt zwei Tochterfirmen in die Insolvenz. Es handelt sich um Solidmind und Lean Labs Pharma.
Die Geschäftsführungen hätten angekündigt, jeweils einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen ihrer Gesellschaft zu stellen, teilt Synbiotic mit. Die Antragstellungen sollen beim Amtsgericht Münster erfolgen.
Die beabsichtigten Antragstellungen sind laut Synbiotic auf teilweise erhebliche Umsatzrückgänge im Geschäft mit CBD- und Hanfprodukten sowie auf die anhaltende rechtliche Unsicherheit und die daraus resultierende angespannte Liquiditätslage der Gesellschaften zurückzuführen.
Vor diesem Hintergrund und im Rahmen der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen habe man zudem beschlossen, die finanzielle Unterstützung der Gesellschaften nicht fortzusetzen, um weitere Mittelabflüsse zu vermeiden und die verfügbaren Ressourcen auf die strategischen Kernaktivitäten des Konzerns zu konzentrieren, so der börsennotierte Anbieter.
Synbiotic prüft derzeit die Auswirkungen der beabsichtigten Antragstellungen auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Über wesentliche weitere Entwicklungen werde man im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen informieren.
60 Prozent des Umsatzes von Synbiotic entfielen zuletzt auf medizinisches Cannabis, jeweils 20 Prozent auf CBD- und Hanfprodukte. Solidmind vertrieb die Marke Hempamed, Lean Labs war die vorgeschaltete Entwicklungssparte.
Der Abschluss für 2025 liegt noch nicht vor; zuletzt hatte das Management mit einem Umsatz von rund 17 Millionen Euro gerechnet und einem Verlust von etwa 1,5 Millionen Euro – nachdem zuvor 30 Millionen Euro und ein Gewinn von 1,7 Millionen Euro erwartet worden waren. Die Aktie von Synbiotic hat in den vergangenen zwei Jahren rund 90 Prozent eingebüßt, seit dem Hoch 2021 sogar 98 Prozent.
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