Cannabisanbieter

Cantourage verliert CEO

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Berlin -

Cantourage verliert seinen CEO. Philip Schetter hat dem Aufsichtsrat heute seinen Wunsch mitgeteilt, aus persönlichen Gründen vor dem planmäßigen Ende seiner gegenwärtigen Bestellung aus dem Vorstand der Gesellschaft auszuscheiden.

Der Aufsichtsrat habe die Entscheidung zustimmend zur Kenntnis genommen und werde zeitnah in die strukturierte Suche eines Nachfolgers eintreten, so das Unternehmen. Schetter werde sein Amt als Vorstandsvorsitzender bis zur Bestellung eines Nachfolgers weiterhin voll ausüben und die Übergabe des Mandats an einen Nachfolger bestmöglich unterstützen. Aus Sicht des Aufsichtsrats bereitet der bevorstehende Wechsel an der Unternehmensspitze den Weg für einen geordneten Übergang in eine neue Phase der Unternehmensentwicklung.

Cantourage bietet Produkte in pharmazeutischer Qualität in allen relevanten Marktsegmenten an: getrocknete Blüten, Extrakte, Dronabinol und Cannabidiol. Für das laufende Jahr rechnet das börsennotierte Unternehmen mit einem Umsatz von 85 bis 95 Millionen Euro sowie einem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) in einer Bandbreite von 10 bis 12 Millionen Euro.

Wesentliche Treiber der erwarteten Geschäftsentwicklung sind die zunehmende Internationalisierung des Geschäfts sowie die konsequente Fokussierung des deutschen Produktportfolios auf margenstärkere Segmente.

In Großbritannien und Polen erwartet Cantourage eine Fortsetzung der dynamischen Geschäftsentwicklung, die sich bereits im ersten Halbjahr in einer deutlichen Verschiebung des geografischen Umsatzmixes gezeigt hat: Mehr als die Hälfte der Erlöse wurde außerhalb Deutschlands erzielt, nachdem Deutschland im Vorjahr noch rund 84 Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht hatte.

Parallel dazu setzt Cantourage im deutschen Markt auf eine gezielte Reduzierung margenschwächerer Handelsaktivitäten und eine Fokussierung auf margenstärkere Premiumprodukte, eigene Marken und neue Produktformate. Die aktuellen regulatorischen Veränderungen im deutschen Markt seien in der Prognose berücksichtigt. Der Vorstand erwartet auf Basis des aktuellen Kenntnisstands, dass diese einen nur begrenzten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von Cantourage im Geschäftsjahr 2026 haben werden.

Die Veränderung des geografischen und produktseitigen Umsatzmixes soll im weiteren Jahresverlauf zu einer nachhaltig höheren Ergebnisqualität beitragen.

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