Zwei Tochterfirmen in Insolvenz

Synbiotic: Umsatzeinbruch und Unsicherheiten

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Berlin -

Wegen schlechter Zahlen und unsicherer Aussichten schickt Synbiotic zwei Tochterfirmen in die Insolvenz. CEO Daniel Kruse erklärt, was das Unternehmen zu diesem drastischen Schritt bewogen hat.

Konkret handelt es sich um die Unternehmen Solidmind und Lean Labs Pharma. Solidmind vertrieb die Marke Hempamed, Lean Labs war innerhalb der Synbiotic-Gruppe in der Herstellung von CBD- und Hanfprodukten sowie in den Bereichen Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Analytik tätig.

Ursache waren laut Kruse teilweise erhebliche Umsatzrückgänge. Diese ließen sich nicht auf einen einzelnen Faktor zurückführen. „Ausschlaggebend war insbesondere die seit März 2026 deutlich zurückhaltendere Konsumnachfrage, auch im Geschäft mit CBD- und Hanfprodukten.“ Dies habe in der Folge zu einer zunehmend angespannten Liquiditätslage der beiden Gesellschaften geführt. „Hinzu kommen die fortbestehenden politischen Unwägbarkeiten und rechtlichen Unsicherheiten in diesem Marktsegment, die eine verlässliche wirtschaftliche Planung sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene erheblich erschweren.“

Vor diesem Hintergrund habe man entschieden, die finanzielle Unterstützung der Gesellschaften nicht fortzusetzen. „Ziel ist es, weitere Mittelabflüsse zu vermeiden und die verfügbaren Ressourcen auf die strategische Neuausrichtung und die wirtschaftlich tragfähigen Kernaktivitäten des Konzerns zu konzentrieren.“

Die Anträge auf Eröffnung der Insolvenzverfahren wurden laut Kruse inzwischen beim zuständigen Amtsgericht eingereicht. Über die Eröffnung der Verfahren sei bislang noch nicht entschieden worden.

Wie hoch die Umsätze der einzelnen Gesellschaften waren, wollte Kruse nicht beziffern. Nach früheren Angaben entfielen zwischen 60 und 80 Prozent des Umsatzes von Synbiotic auf medizinisches Cannabis und entsprechend 20 bis 40 Prozent auf CBD- und Hanfprodukte.

Der Abschluss für 2025 liegt noch nicht vor; bei der Hauptversammlung im April wurde noch über das Geschäftsjahr 2024 abgestimmt. Zuletzt hatte das Management mit einem Umsatz von rund 17 Millionen Euro und einem Verlust von etwa 1,5 Millionen Euro gerechnet – nachdem zuvor ein Umsatz von 30 Millionen Euro und ein Gewinn von 1,7 Millionen Euro erwartet worden waren. Die Aktie von Synbiotic hat in den vergangenen zwei Jahren rund 90 Prozent eingebüßt, seit dem Hoch im Jahr 2021 sogar 98 Prozent.

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