Meditationsmusik in der Eingangshalle, der Geruch von Cannabis in der Nase, Gras-Kuchen zum Naschen: So hat die Cannabis-Messe Mary Jane gestern in Berlin begonnen. Zum Auftakt war das Gelände zunächst Fachbesuchern vorbehalten. Vor dem Einlass bildete sich eine lange Schlange. In der Halle blieben Besucher immer wieder vor den ausgestellten Cannabis-Pflanzen stehen, machten Selfies und tauschten sich mit Ausstellern über Anbau und neue Produkte aus.
Währenddessen wurden Vorbeigehende an Massageständen dazu eingeladen, kurz Platz zu nehmen und zu entspannen. Derweil wurden draußen Bongs mit Bunsenbrennern erhitzt und Joints gedreht. Die Veranstaltung, die es seit zehn Jahren gibt, versteht sich als Mischung aus Messe, Fachkonferenz und Festival.
Parallel zum Messebetrieb gibt es Vorträge und Diskussionen zu Themen wie der Teillegalisierung und medizinischem Cannabis. Nach Angaben der Veranstalter präsentieren rund 700 Aussteller ihre Produkte – auch einige Unternehmen aus dem Bereich Medizinalcannabis sind vor Ort. Hier geht es dann eher um pharmazeutische Innovationen, regulatorische Entwicklungen und logistische Lösungen für medizinisches Cannabis.
„Vor zehn Jahren war Cannabis für viele ein Tabuthema“, sagte Mitgründerin Nhung Nguyen. Heute sei die Mary Jane die größte Cannabis-Messe der Welt.
Bis Sonntag erwarten die Veranstalter rund 75.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Berliner Messegelände.
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