Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid

T-Rezept: Eine Verordnung – zwei Teile – drei Wirkstoffe Alexandra Negt, 10.02.2020 14:51 Uhr

Berlin - Das T-Rezept ist ein Sonderrezept, welches nur für die Verordnung von Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid genutzt werden darf. Da die drei Wirkstoffe stark teratogen sind, werden sie auf einer gesonderten Vorlage verordnet. Die Rezepte sind zweiteilig und nummeriert.

T-Rezepte bestehen aus zwei Teilen – einem Original und einem Durchschlag. Teil 1 dient zur Abrechnung mit der Krankenkasse und Teil 2 wird wöchentlich an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geschickt. Jedes Rezept trägt eine individuelle T-Rezeptnummer. Diese sichert die eindeutige Zuweisung jeder Verordnung zum im T-Register gemeldeten Arzt. Es darf nur ein Arzneimittel der Stoffgruppe auf einem Rezept verordnet werden. Neben der Bezeichnung des Fertigarzneimittels sind die dazugehörige Stärke, Darreichungsform und Menge anzugeben. Bei Individualrezepturen muss die genaue Zusammensetzung nach Art und Menge inklusive einer Gebrauchsanweisung angegeben sein.

Erforderliche Angaben vor der Belieferung

  • Patientendaten
    • Analog zum normalen Muster-16-Rezept
  • Ausstellungsdatum
    • Gültigkeit: 7 Tage (inklusive Ausstellungstag)
  • Verordnungsfeld
    • Rezept nur gültig für Thalidomid, Lenalidomid und Pomalidomid, keine Verordnung von anderen Arzneimitteln auf demselben Rezept
    • Gebrauchsanweisung
    • Höchstmengen: Bedarf für drei Monate, bei Frauen im gebärfähigen Alter maximal vier Wochen; Apotheke unterliegt der Prüfpflicht
  • Bestätigung des Arztes
    • Verordner muss Felder über Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen und Übergabe von Informationsmaterial ankreuzen
    • Einordnung von In- oder Off-Label-Use
  • T-Rezeptnummer
    • Diese individuelle Nummer ermöglicht die Zuweisung zu einer einzelnen ärztlichen Person im T-Register des BfArM

  • 1
  • 2

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