Versicherungsschutz

Was tun bei einem Arbeitsunfall? APOTHEKE ADHOC, 24.04.2019 07:54 Uhr

Nur wenn der Unfall beim richtigen Arzt behandelt und gemeldet wurde, springt die Versicherung ein. Nach einem Arbeitsunfall müssen Arbeitnehmer unter Umständen zu einem Durchgangsarzt. Die Vorgaben gehen auf die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zurück. Der Besuch bei diesen spezialisierten Medizinern ist erforderlich, wenn die Verletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt, die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche dauert, Heil- und Hilfsmittel verordnet werden oder es sich um eine Wiedererkrankung wegen Unfallfolgen handelt.

Die DGUV vermittelt Kontakte zu Durchgangsärzten. Insgesamt gibt es rund 4200 niedergelassene sowie an Krankenhäusern tätige Mediziner, die entsprechend qualifiziert sind. Jährlich werden rund 3,2 Millionen Versicherte der gesetzlichen Unfallversicherungsträger im Durchgangsarztverfahren versorgt.

Die gesetzliche Unfallversicherung ersetzt in der Regel keine Sachwerte, außer etwa eine Brille ging beim Sturz von der Leiter zu Bruch oder bei der Ersten-Hilfe-Leistung musste ein Hosenbein aufgeschnitten werden. Handelt es sich um einen Versicherungsfall, springt die Unfallversicherung nach sechs Wochen ein. Bis dahin zahlt der Arbeitgeber das Gehalt des betroffenen Mitarbeiters weiter.

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