Umgang mit peinlichen Situationen

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Rieth orientiert sich in ihrer Arbeit an der personenzentrierte Gesprächspsychotherapie des Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers. „Das kann man auf jede Gesprächssituation übertragen: Sei empathisch, sei kongruent zu deinen Gefühlen und einfach akzeptierend und wertschätzend zu deinem Gegenüber, egal welche Meinung da zugrunde liegt.“

Bei einer aposcope-Umfrage sagten fast alle Teilnehmer:innen, dass einem in gesundheitlichen Fragen eigentlich nichts peinlich sein muss. Trotzdem lassen sich einige von dem Schamgefühl ihrer Kund:innen anstecken. Dann ist offene und wertschätzende Kommunikation umso wichtiger, erklärt Rieth. Ihr Vorschlag: „Ich verstehe, dass das jetzt für Sie gerade eine unangenehme Situation ist, aber kommen Sie, das machen wir jetzt schnell zusammen.“

In einer Frage kann die Therapeutin die Apothekenteams beruhigen: Es ist okay, nachher über den Vorfall zu lachen, auch im Team: „Das ist ein Filter, den brauchen wir. Jeder Input braucht Output. Und mit Humor macht man die Dinge leichter.“ Eine Beobachtung aus der aposcope-Befragung kann Rieth aus ihrer eigenen Praxis bestätigen: Frauen gehen viel offener mit schambesetzten Themen um als Männer. Auch das habe viel mit dem Leistungsgedanken zu tun.

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