Pflaster, Kaugummis & Co.

So klappt die Raucherentwöhnung

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Berlin -

Zu Beginn des Jahres sind viele Menschen hochmotiviert ihre guten Vorsätze umzusetzen – einer davon kann der Rauchstopp sein. Oft wird dabei Hilfe in der Apotheke gesucht. Die Beratung kann – neben der Compliance – essenziell für den Erfolg der Raucherentwöhnung sein. Denn das Angebot der Nikotinersatzprodukte ist groß. Es gilt daher die passende Therapie zu finden und den Betroffenen wertvolle Tipps mit an die Hand zu geben. Auch auf Rezept gibt es Wirkstoffe, die bei der Entwöhnung helfen sollen.

Endlich nicht mehr zur Zigarette greifen – das ist ein Ziel, welches sich viele Menschen auch unabhängig vom Jahreswechsel setzen. Oftmals scheitert es jedoch an der Umsetzung. Das liegt auch daran, dass die falsche Darreichungsform gewählt wurde oder einfach das Wissen zur Wirkung von Nikotin und seinen Ersatzprodukten fehlt. Die Beratung in der Apotheke kann daher ein wertvoller Baustein bei der Raucherentwöhnung sein und die Kundenbindung langfristig stärken.

Psychische und körperliche Abhängigkeit

Beim Rauchen kommt es zu einer doppelten Abhängigkeit: Betroffene sind sowohl körperlich wie auch psychisch vom Nikotin abhängig. Die psychische Sucht ist jedoch meist die wesentlich schlimmere, denn körperliche Entzugssymptome verschwinden bereits relativ kurz nach dem Rauchstopp, während die psychische Komponente noch lange Zeit eine große Rolle spielt und meist für Rückfälle verantwortlich ist.

Nimmt ein Raucher/eine Raucherin längere Zeit kein Nikotin zu sich, kann der Körper mit Entzugserscheinungen reagieren. Durch Rauchen flutet das Nikotin innerhalb weniger Sekunden im Gehirn an – die Folge sind vermeintlich positive Wirkungen: Die Betroffenen fühlen sich entspannt und der Suchtdruck ist gestillt. Danach fällt der Nikotinspiegel langsam wieder ab, bis sich erneutes Verlangen einstellt. Der Suchtkreislauf entsteht – und muss durchbrochen werden, um Erfolg beim Rauchstopp zu erzielen.

Nikotinersatz aus der Apotheke

Die meisten Produkte zur Raucherentwöhnung können Betroffene selbst in der Apotheke erwerben. PTA und Apotheker:innen sollten bei einem entsprechenden Kundenwunsch immer ausgiebig beraten, um zu ermitteln ob das gewünschte Produkt auch das richtige ist. Dabei sollten verschiedene Aspekte in Erfahrung gebracht werden:

  • Wie viele Zigaretten werden pro Tag geraucht?
  • Wie ist das Rauchverhalten: Gibt es bestimmte Situationen/Rituale, mit denen das Rauchen einer Zigarette verknüpft ist, z.B.: nach dem Essen, zum Kaffee, bei Stress oder in Gesellschaft?
  • Wurden schon Versuche unternommen das Rauchen zu stoppen? Wenn ja welche?
  • Werden andere Medikamente eingenommen? (Vorsicht bei Insulin, Psychopharmaka und Herzmedikamenten)
  • Gibt es Vorerkrankungen? (Vorsicht bei Diabetes, Schilddrüsenproblemen, Leber- und Nierenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen)

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