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Sechs Reisepläne – sechs Reiseapotheken Eva Bahn, 08.08.2018 13:14 Uhr

Berlin - Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – hoffentlich nicht nur von der schlimmen Durchfallerkrankung in Ägypten oder dem fiesen Mückenstich in Thailand. Eine Reiseapotheke hilft bei diesen Widrigkeiten. Die eine Box für alle Lebenslagen gibt es eigentlich nicht. Diese Tipps können die Apothekenmitarbeiter ihren Kunden mit auf den Weg geben – egal ob Bergwandern, Tauchurlaub oder Diabetes.

Natürlich sind nicht alle Reiseapotheken gleich. Vieles wird zwar bei jeder Reise benötigt, wie Nasenspray, Medikamente gegen Durchfall, Schmerzmittel oder ein Sonnenschutz. Auch für eine korrekte Wundbehandlung sollte immer gesorgt sein. Anderes ist doch deutlich spezieller, denn Ohrentropfen benötigt man beim Wandern in den Bergen eher selten – genauso wenig Blasenpflaster bei einem Tauchgang.

Speziell für Taucher und Schnorchler empfiehlt es sich, eine Creme gegen Fuß- und Hautpilz in den Urlaub mitzunehmen. Das feuchtwarme Klima in den Füßlingen und dem Neoprenanzug wirkt nämlich wie eine Brutkammer. Die Haut gilt es auch beim versehentlichen Kontakt mit Quallen zu schützen. Dazu sollte eine Antihistamin- oder kortisonhaltige Creme mit im Gepäck liegen.

Eine besondere Bedeutung kommt beim Tauchen den Ohren zu. Ein funktionierender Druckausgleich ist absolut notwendig, um in die Tiefe absteigen zu können. Zur Vorbeugung gegen Ohrentzündungen werden in den Apotheken häufig spezielle Tropfen als Rezeptur hergestellt. Die bekannteste ist wohl die „Ehm'sche Lösung“, die aus 5 Prozent Eisessig, 10 Prozent Wasser und Isopropanol besteht. Diese Zubereitung dient der Reinigung des äußeren Gehörganges und darf nicht bei einer bereits bestehenden Entzündung oder Trommelfellperforation eingesetzt werden.

Die Augen der Taucher sind ebenfalls mit befeuchtenden und reizmildernden Tropfen gut zu schützen. Ganz besonders dann, wenn die Tauchbezirke von der Basis aus mit Motorbooten aufgesucht werden. Die Zugluft in Kombination mit Sand und Salz ruft sonst schnell Entzündungen hervor. Der Urlauber, der die Bootsfahrten auf den schaukelnden Wellen nicht verträgt, sollte an Reisekaugummis denken. Wen der Wirkstoff müde macht, für den gibt es Ingwer-Tabletten gegen Übelkeit und vermehrte Speichelbildung.

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