Schützt eine OP-Maske besser als die Alltagsmaske?

, Uhr

Berlin - Die Maskenpflicht wurde verschärft. In öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften müssen die Menschen ab sofort OP-Masken oder FFP2-Masken tragen. Damit sollen vor allem Infektionen mit der neuen, ansteckenderen Mutation des Coronavirus verhindert werden. Damit haben die bunten DIY-Masken vielerorts ausgedient. Doch schützt eine dünne OP-Maske tatsächlich besser als eine Stoffmaske?

Von einlagig bis kaum noch durchlässig, von Seide bis zu gehäkelten Varianten – DIY-Masken sieht man zahlreiche auf der Straße. Nun haben sie alle ausgedient. In öffentlichen Verkehrsmitteln und im Einzelhandel müssen sofort OP-Masken oder FFP-Masken getragen werden. Die dünnen OP-Masken bieten keinen vollständigen Schutz und sind nicht vergleichbar mit einer FFP2- oder gar einer FFP3-Maske. Doch sie bieten einen Standard: Diese Masken unterliegen einer EN-Norm. OP-Masken sind als Medizinprodukte der Risikoklasse I eingestuft und unterliegen der Medizinprodukterichtlinie. Für einen begrenzten Zeitraum halten sie Tröpfchen gut ab. Darüber hinaus sind sie preiswerter als die partikelfiltrierenden Halbmasken.

Keine filtrierenden Eigenschaften

Bei dem Begriff „partikelfiltrierende Halbmaske“ wird auch direkt ein Unterschied zu FFP-Maske deutlich. Während FFP2- und FFP3-Masken zuverlässig einen Großteil der Partikel – und damit auch Aerosole – beim Ein- und Ausatmen abhalten, können OP- und DIY-Masken nur Tröpfchen zurückhalten. Eine tatsächliche Filterung der Luft erfolgt hier nicht. Das Einatmen kleinerer, lungengängiger Partikel wird also weder durch einen chirurgischen Mundschutz noch durch eine Stoffmaske verhindert. Hierfür stehen FFP-Masken oder vergleichbare Maskentypen wie KN95- oder N95-Masken zu Verfügung.

Wichtig bei den OP-Masken: Ein chirurgischer Mundschutz soll hauptsächlich vor Tröpfchen aus dem Nasenrachenraum des Trägers schützen – im Reinraum werden diese Varianten als „Produktschutz“ von Apothekern und PTA getragen. Auf das Tragen im Alltag angewendet bedeutet dies, dass OP-Masken eher ein Schutz für die Umwelt sind, als für den Träger selbst. In Europa werden medizinische Gesichtsmasken nach der Norm EN 14683:2019 geprüft und nach der Richtlinie über Medizinprodukte zugelassen. Bei den OP-Masken wird der Rückhalt von Keimen bestimmt. Hierfür wird geprüft, wie gut die bakterielle Filtereffizienz (BFE) ist.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr aus Ressort
Mit Nährstoffen den Schlaf unterstützen
Social Jetlag – Hören auf die innere Uhr »
Hörgerät und Nahrungsergänzungsmittel
Tinnitus: Was gegen die Ohrgeräusche helfen kann »
Keine Innovation – kein Nutzen
DGE: High-Protein-Produkte sind überflüssig »
Weiteres
„Fax, Karten und Konnektoren gemeinsam wegschmeißen“
Bild-Gipfel: E-Rezept und Vorsorge»
Mit Nährstoffen den Schlaf unterstützen
Social Jetlag – Hören auf die innere Uhr»
Hörgerät und Nahrungsergänzungsmittel
Tinnitus: Was gegen die Ohrgeräusche helfen kann»
Keine Innovation – kein Nutzen
DGE: High-Protein-Produkte sind überflüssig»