Nachwuchsförderung

PTA-Recruiter von der Arbeitsagentur

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Berlin -

PTA, PKA und Apotheker haben nach der Ausbildung gute Chancen auf Arbeit. Angesichts des Fachkräftemangels in der Apotheke hat die Apothekerkammer Westfalen-Lippe erstmals zwölf Berater der Arbeitsagentur über die Berufe in Offizin und Back-Office informiert. Auch die PTA-Schule in Münster wurde besichtigt.

Die Berufsberater haben sich die Apotheke von Angelika Plassmann angesehen. Die Kreisvertrauensapothekerin zeigte die Offizin, Rezeptur und das Lager der Apotheke. Außerdem führte die Pharmazeutin die Truppe durch die angeschlossene Sterilherstellung. Dargestellt werden sollte, dass es in einer Apotheke viele unterschiedliche Tätigkeitsbereiche und Berufsfelder gibt.

Im Anschluss wurden die Berater in die PTA-Lehranstalt geführt. Schulleiterin Dr. Anna Mazulewitsch-Boos erwartete die Gruppe bereits. Sie zeigte ihnen das Galeniklabor, das chemische Labor und die Klassenräume. Außerdem stellte sie die zweijährige Ausbildung zur PTA sowie die Praktikumszeit vor. „Wer hier seine Ausbildung abschließt, bekommt hinterher ganz sicher auch einen Job“, sagte sie.

In der Schule stellte Plassmann auch den Apothekerberuf vor. Apothekerin Birgitta Krumme und Berufsschullehrerin Silke Will erklärten die Ausbildung zur PKA sowie die „vielfältigen, oftmals unterschätzten“ Einsatzfelder. Die Berater waren laut Kammer „beeindruckt“ von den verschiedenen Berufsfeldern. Ihr Interesse galt vor allem der PTA- und PKA-Ausbildung.

Laut Kammer haben die Berater der Arbeitsagentur oft den ersten Kontakt mit Schülern in Sachen Ausbildung. Bei der Nachwuchsgewinnung belegten sie bedeutsame Schlüsselpositionen, sagte Klaus Bisping von der Apothekerkammer. Geplant sei, Berater auch in andere Regionen im Kammerbezirk einzuladen.

Die Zahl der Ausbildungsplätze in Apotheken geht zurück: 2014 gab es nach ABDA-Zahlen insgesamt 7556 PKA-Azubis sowie PTA und Pharmazeuten im Praktikum (PhiP). Das ist ein Viertel weniger als 2009. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei PKA: 2009 gab es 6155 Ausbildungsplätze. 2014 waren es nur noch 3724 (minus 40 Prozent).

Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der PTA-Ausbildungsplätze um 11 Prozent auf 2365 zurück. Der Bundesverband PTA (BVpta) setzt sich seit längerem für eine längere Ausbildungszeit von drei Jahren ein. Die Angestellten sollten dadurch mehr Kompetenzen erhalten. Laut einer Verbandsumfrage teilen mehr als 70 Prozent der Lehrkräfte an PTA-Schulen diese Auffassung.

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