Nachweispflicht sorgt für Chaos in Apotheken

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Berlin - Kostenlose Antigen-Schnelltests sind seit Montag nur noch mit entsprechendem Nachweis möglich. In Apotheken führt dies mitunter zu Debatten. Das befürchtete Nachweischaos ist in einigen Betrieben eingetroffen.

Ein Ausweis für Kinder, ein Mutterpass: Apotheken können Antigen-Schnelltests nur noch abrechnen, wenn ihnen ein Nachweisdokument für die Berechtigung eines kostenlosen Coronatests vorgelegt wird. Das gibt die aktuelle Testverordnung vor. Am Montag kam es in einigen Apotheken zu Diskussionen und Chaos, weil Anspruchsberechtigte nicht die nötigen Nachweisdokumente dabeihatten. Das ist das Ergebnis einer aposcope-Befragung.

Etwa ein Drittel (36 Prozent) der Teilnehmer mit Testangebot im Betrieb gab an, dass Diskussionen um Belege für einen kostenlosen Nachweis durchaus vorkamen. Bei 47 Prozent verlief der Start in die neue Woche ruhig und ohne Debatten wegen der Nachweise. Von den insgesamt 301 teilnehmenden Apotheker:innen und PTA bietet die Hälfte gar keine Antigen-Schnelltests mehr an.

Innerhalb der Apothekenteams ist das Coronavirus nicht weit verbreitet. Aktuell gibt es laut Befragung nur bei 4 Prozent der Teilnehmer:innen einen Verdachtsfall. Das Auftreten mehrere Verdachtsfälle beantwortete nur 1 Prozent mit „ja“. Auch die Zahl der bestätigten Covid-19-Erkrankungen ist gering: Rund 94 Prozent der Teilnehmer sagten, dass es im Team keine Fälle gebe.

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