Personalplanung

Keine Minusstunden an Heiligabend APOTHEKE ADHOC, 12.12.2018 12:42 Uhr

Berlin - Aufregung um Heiligabend und Silvester: Nicht nur bei der Wahl der Geschenke, sondern auch was die Arbeitszeit betrifft, herrschen Unsicherheit und Trubel. In diesem Jahr fallen beide Tage auf einen Montag. Müssen Apothekenmitarbeiter einen Urlaubstag opfern oder fallen gar Minusstunden an?

Heiligabend und Silvester sind keine Feiertagen, sondern Werktage. Folglich muss an ihnen auch gearbeitet werden. Für öffentliche Apotheken gilt jedoch das Ladenöffnungsgesetz der Bundesländer, das die Schließzeit regelt. Demnach endet die Arbeitszeit um 14 Uhr und die Geschäfte schließen ihre Türen. Für PTA und Apotheker, die keinen Kundenkontakt haben und beispielsweise in der Industrie oder Krankenhausapotheken arbeiten, ist der 24. Dezember ein regulärer Arbeitstag.

Auch wenn die Apotheken um 14 Uhr schließen, ist der Arbeitstag für Apothekenmitarbeiter noch lange nicht vorbei. Der Inhaber kann das Personal beispielsweise mit Inventurarbeiten beauftragen, wenn die Apotheke geschlossen ist. Dabei gilt es zu beachten, dass die aufgetragenen Arbeiten dem Tätigkeitsbereich des Berufsbildes entsprechen müssen. Nimmt der Apothekeninhaber die Arbeitsleistung seiner Mitarbeiter nicht in Anspruch, muss er das Gehalt bis zur regulären Schließzeit bezahlen. Plus- oder Minusstunden fallen ebenfalls nicht an. Juristen sprechen von einem Annahmeverzug. Elektronische Zeiterfassungssysteme seien entsprechend zu programmieren.

Bleibt die Apotheke auf Anweisung des Apothekeninhabers geschlossen, sieht die Sache anders aus. Dann müssen die Angestellten einen ganzen Tag Urlaub nehmen. Dies gilt auch, wenn Mitarbeiter am 24. oder 31. Dezember frei haben wollen. Ein „Vorfeiertag“ kostet einen ganzen Urlaubstag. Alternativ können auch angesammelte Plusstunden bis 14 Uhr abgebummelt werden. Halbe Urlaubstage sieht der Tarifvertrag nicht vor.

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