Löwenzahn, die Pflanze der tausend Namen

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Berlin - Im Frühling begrüßt er uns mit seinen sonnengelben Blüten beinahe an jedem Wegesrand und von jeder Wiese: der Löwenzahn. Seit dem Altertum wird diese Heilpflanze bei verschiedensten Erkrankungen von Mensch und Tier genutzt. Die vielen verschiedenen Namen, die man ihm gegeben hat, deuten auf seine Vielseitigkeit hin – und dabei klingen längst nicht alle besonders schmeichelhaft.

Der Löwenzahn ist eine einheimische Pflanze, die inzwischen auf der gesamten Nordhalbkugel wächst. Ganz besonders gut gedeiht er auf gedüngtem Boden oder an Straßenrändern, denn er benötigt viel Stickstoff. Der Name Kuhblume oder Ochsenblume deutet auf das vermehrte Vorkommen des Korbblütlers mit den charakteristisch gelben Blüten auf Rinderweiden hin. Aber auch an den Rändern von Feldern, die mit mineralischem Dünger oder Gülle behandelt wurden, wächst die krautige Pflanze oft in Massen.

Sie blüht als eine der ersten Pflanzen bereits ab April. Ist sie verblüht, so schließt sich der Kelch zunächst, um sich einige Tage später wieder zu öffnen und die charakteristischen Schirmchen mit den anhängenden Früchten in den Wind zu entlassen. Auch beim kräftigen Dagegenpusten verteilen sie sich schnell, daher rührt auch der Name „Pusteblume“. Die eingetrockneten Zungenblüten, die bei genauer Betrachtung aufgrund ihres zackigen Randes an die Zähne eines Löwen erinnern, fallen bereits vorher ab.

Charakteristisch ist auch der weiße Milchsaft, der dem Löwenzahn auch die Bezeichnung „Milchstöckl“ oder „Milchblume“ eingebracht hat. Heilkundlich verwendet wird aber die ganze Pflanze, vom Kraut bis zu den Wurzeln. Die enthaltenen Bitterstoffe regen unter anderem durch die verbesserte Durchblutung des Verdauungstraktes den Appetit an. Der Speichelfluss und die Sekretion der Magenschleimhaut werden gefördert, Blähungen und Verstopfung wird entgegengewirkt.

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