Hauterkrankungen

Fünf Tipps für die Beratung bei Fußpilz

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Berlin -

Sommerzeit ist Badezeit. Sonne und hohe Temperaturen ziehen viele Kunden in Schwimmbäder oder an den See. An öffentlichen Plätzen, an denen viel barfuß gelaufen wird, ist die Gefahr eines Fußpilz-Befalls hoch. Die Hauterkrankung ist lästig und kann bei falscher Behandlung zu einem chronischen und schmerzhaften Problem werden.

Tipp eins: Ausbreitung vorbeugen. Fußpilz gilt als eine der häufigsten Pilzinfektionen der Haut. Verschiedene Faktoren begünstigen den Befall. Dazu zählen vermehrtes Schwitzen an den Füßen. Außerdem leiden Menschen mit Übergewicht sowie Diabetes Typ-2 häufiger an der Hauterkrankung. Auch das regelmäßige Nutzen von öffentlichen Duschen und Umkleidekabinen wie etwa im Schwimmbad erhöht das Risiko einer Ansteckung. Badegäste, die in der Gemeinschaftsdusche ihre eigenen Badeschuhe verwenden, sind besser geschützt.

Tipp zwei: Symptome erkennen. Betroffene leiden meist an Juckreiz und Brennen bis hin zu Schmerzen bei Einrissen der befallenen Stellen. Betroffen sind oft die Zehenzwischenräume. Fußpilz hat verschiedene Varianten. Mediziner unterscheiden bei einer Fußmykose beispielsweise zwischen einer blasigen und trockenen Form. Erstere wird auch als dyshidrosiformer Typ beschrieben. Hier können in Gruppen angeordnete Bläschen auftreten, die statt aufzuplatzen eintrocknen. Zudem kann es dazu kommen, dass Hautschichten fehlen.

Die zweite Form zeigt sich an trockener schuppiger Haut, die nicht durch pflegende Cremes behandelt werden kann. Der Mokassin-Typ trifft vor allem Diabetiker. Er beginnt an der Fußsohle und kann als trockene Haut fehlinterpretiert werden. Wird die Krankheit nicht richtig behandelt, kann sie chronisch werden.

Tipp drei: Selbstmedikation. Mit OTC-Präparaten lässt sich Fußpilz in der Regel gut behandeln. Zunächst sollte auf ein topisches Arzneimittel gesetzt werden. Verschiedene Wirkstoffe wie Sertoconazol, Terbinafin, Bifonazol und Clotrimazol sind erhältlich. Sind nicht nur die Zehenzwischenräume befallen, empfehlen Mediziner eine zusätzliche Behandlung mit Tabletten. Dabei sollten die Erreger aber vorher nachgewiesen sein.

Tipp vier: Vorsicht bei Hausmitteln. Teebaumöl, Essig, Backpulver, Zwiebel, Knoblauch, Heilerde. Es gibt viele Tipps, wie Fußpilz günstig und ohne den Gang in die Apotheke vermeintlich behandelt werden kann. Die verschiedenen Substanzen werden zur Anwendung auf den betroffenen Stellen oder in Bädern empfohlen. Kunden sollten dabei jedoch vorsichtig sein, da sich die Krankheit bei einem Unwirksamkeit weiter ausbreiten und verschlimmern kann.

Tipp fünf: richtig pflegen. Wer die Füße sauber und trocken hält, kann den Nährboden für Keime verringern. Auch die Zehenzwischenräume sollten mit lauwarmen Wasser täglich gereinigt werden. Entzündungen der Haut können vorgebeugt werden, wenn die Füße im Anschluss mit einer gut verträglichen Feuchtigkeitscreme gepflegt werden.

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