Fresh-up: Zink

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Berlin - „Wundermittel“ Zink: Warum ist das Spurenelement für den menschlichen Körper so wichtig? Wo steckt Zink drin und worauf muss bei Supplementen geachtet werden? Der Fresh-up gibt Antworten.

Haut, Haare, Nägel, Immunsystem oder Wundheilung – ohne Zink geht nichts, das Spurenelement ist an hunderten Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper beteiligt und spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn: Zink ist Bestandteil zahlreicher Enzyme. Das essentielle Spurenelement kommt nur in geringer Menge im Körper vor und kann nur kurzzeitig gespeichert werden. Vorräte von etwa 2 bis 4 g sind in Muskeln, Knochen, Gewebe und nur in einem sehr geringen Teil im Blut abgelegt.

Zink ist an der Eiweißsynthese und maßgeblich an der Zellteilung beteiligt, daher spielt es für Haut und Haar sowie die Wundheilung eine entscheidende Rolle. Auch im Stoffwechsel von Geschlechts- und Schilddrüsenhormonen geht nichts ohne den Mineralstoff. Ebenso wichtig ist Zink für die Fruchtbarkeit, da es Einfluss auf die Spermienproduktion nimmt, sowie die Immunantwort und den Insulin-Metabolismus. Gefragt ist die „Wunderwaffe“ vor allem in der Erkältungszeit, da sie laut einer Studie antivirale Eigenschaften besitzt. Ob die Ergebnisse des Laborversuches auf den menschlichen Körper übertragen werden können, ist noch nicht vollständig belegt. Dennoch wird Zink zur Behandlung und Vorbeugung von Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Aber woran erkennt man eigentlich einen Zinkmangel? Die Folgen können so vielfältig sein wie die Vielzahl an Stoffwechselvorgängen an denen das Spurenelement beteiligt ist. Mögliche Symptome sind zum Beispiel Haarausfall, hohe Infektanfälligkeit, schlechte Wundheilung, Appetitlosigkeit oder Wachstumsstörungen. Ob die Beschwerden aber tatsächlich auf einen Mangel zurückzuführen sind, kann nur ein Arzt entscheiden. Um vorzubeugen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine tägliche Zufuhr von 7 mg für Frauen und 10 mg für Männer. Eine Überversorgung durch Lebensmittel ist nicht möglich. Zu den wichtigsten Lieferanten zählen Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Aber auch Haferflocken, Käse, Linsen, Nüsse, Soja und Eier enthalten Zink. Der Körper kann jedoch Zink aus tierischen Lebensmitteln besser verwerten. Die Bioverfügbarkeit aus pflanzlichen Quellen ist durch den Gehalt an Phytinsäure vermindert.

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