Expopharm

Zentgraf: Rabattschlachten müssen aufhören APOTHEKE ADHOC, 13.09.2017 12:52 Uhr

Düsseldorf - Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Dr. Martin Zentgraf, konnte leider nicht zur Expopharm-Eröffnung sprechen – Air Berlin hat ihn sitzen gelassen. Doch das Manuskript seiner Rede liegt vor. Darin fordert er die Politik auf, die „Rabattschlachten“ auf dem Arzneimittelmarkt zu korrigieren: Regelmäßige Senkungen der Festbeträge durch die Kassen führten zu „Dumping-Preisen, wodurch Liefer- wie auch Versorgungsprobleme entstehen können. Wir brauchen dringend gesundheitspolitische Reformen, die die regelmäßigen Senkungen der Festbeträge unterbinden.“

Hersteller und Apotheker müssten an einem Strang ziehen, um die Arzneimittelversorgung auf bestmöglochem Niveau zu sichern. Schon längst gebe es im Rabattmarkt keinen finanziellen Spielraum mehr für die Sicherstellung der Lieferkontinuität. „Verschärfte Meldepflichten sind da keine Lösung. Es braucht vielmehr erhöhte Anstrengungen, um Produktion und Anbietervielfalt am Standort Deutschland zu erhalten. Wir brauchen dazu verlässliche nationale Rahmenbedingungen, um von ausländischen Lieferanten unabhängiger zu operieren“, so Zentgraf.

Die Menschen in Deutschland vertrauen Ihren Medikamenten. Sie seien überzeugt: „Arzneimittel sind wirksam, qualitativ hochwertig – und sicher! Dieses Vertrauen ist gerechtfertigt“, so der BPI-Chef. Auch die Apotheken erarbeiteten sich jeden Tag das Vertrauen Ihrer Kunden, kontrollierten Arzneimittel auf mögliche Qualitätsmängel, inklusive Verpackung und Beipackzettel.

Das Vertrauen der Patienten spiegele sich auch in der Frage nach ihrer Angst vor Fälschungen wider. Der BPI habe danach gefragt. Das Ergebnis sei eindeutig: Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, keine Angst vor Fälschungen beim Kauf von Medikamenten in einer ortsansässigen Apotheke zu haben. Bei offiziellen Internetapotheken waren es 63 Prozent.

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