Medikationsplan: Tücken im Detail

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Berlin - Seit dem 1. Oktober besitzen Patienten mit drei und mehr verordneten Arzneimitteln einen Anspruch auf die Erstellung eines Medikationsplanes durch den behandelnden Arzt. Aber in vielen Praxen hapert es noch: Die Tücken liegen im Detail, insbesondere in der technischen Umsetzung und der Spezifikation der in Arztpraxen und Apotheken erforderlichen Software. Insbesondere kleinere IT-Anbieter hinken derzeit noch bei der Umsetzung etwas hinter.

„Dass es eine Vielzahl von Hürden und Hindernissen gibt, sei es mit Scannern, Druckern und Schnittstellen, sollten wir nicht überbewerten“, sagte Apotheker Manfred Krüger bei einem Fachvortrag auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von Apotheker und Ärzte in Westfalen-Lippe: „Das sind ganz normale Anfangsschwierigkeiten.“

Krüger trat Bedenken entgegen, dass mit dem Anspruch des Patienten auf einen Medikationsplan rechtliche Unsicherheiten für die Heilberufler entstehen: „Seien Sie beruhigt: Durch die Ausstellung des Planes entstehen keine neuen haftungsrechtlichen Implikationen für Sie.“ In seinem Fachvortrag informierte Apotheker Krüger über die grundsätzliche Zielsetzung des E-Health-Gesetzes, über die gesetzlichen Grundlagen des Medikationsplans und dessen Aufbau und Struktur.

60 Apotheker und Ärzte waren am Wochenende zur gemeinsamen Informationsveranstaltung der Sprecher der Apotheker- und Ärzteschaft in den Städten und Kreisen des Landesteils Westfalen-Lippe gekommen. Dr. Han Hendrik Oen für die Ärztekammer Westfalen-Lippe und Frank Dieckerhoff, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, führten durch den mehr als dreistündigen Austausch.

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