Arzneimittel-Atlas

Von Kostentreibern und Einsparwundern APOTHEKE ADHOC, 07.12.2017 10:47 Uhr

Berlin - Um 4 Prozent sind die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen im vergangenen Jahr gewachsen, auf rund 42 Milliarden Euro vor beziehungsweise 36 Milliarden Euro nach Abzug aller Zwangsrabatte. Aber wo sind die Nettoausgaben gestiegen, wo sind sie gesunken? Der Arzneimittel-Atlas des Iges-Instituts im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) klärt auf.

Der steigende Verbrauch von Arzneimitteln schlug 2016 mit rund einer Milliarde Euro an zusätzlichen Ausgaben zu Buche. Vor allem bei Mitteln zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis gab es Zuwächse, während Ausgaben für Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C, die die Kosten 2015 noch um 1,8 Milliarden Euro getrieben hatten, rückläufig waren. Einen nicht unerheblichen Anteil hatte laut Iges auch die gestiegene Zahl an Versicherten.

Der Therapieansatz als Indikator für Neuentwicklungen wuchs mit einem Wert von rund 810 Millionen Euro deutlich geringer als im Vorjahr (1,1 Milliarden Euro), lag laut Iges im langjährigen Vergleich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Hier werden Umstellungen auf neue Produkte aus benachbarten Gruppen berücksichtigt, etwa der Switch von alten Blutverdünnern wie Marcumar zu neuen Produkten wie Xarelto.

260 Millionen Euro an zusätzlichen Ausgaben führen die Experten auf den Bereich Analog-Wettbewerb zurück. Gemeint sind hier Verschiebungen innerhalb derselben Gruppe, also beispielsweise im Bereich der Antikörper gegen Krebs.

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