Video-Botschaft

Kossendey-Koch: „Schlaf, ABDA, schlaf“

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Berlin -

Wenige Tage nach ihrer letzten Botschaft an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zieht Videothekerin Ann-Katrin Kossendey-Koch nach: In einem neuen Video kritisiert sie die ABDA und fordert: „Aufwachen, liebe Standesvertretung!“ Während man sich in der Jägerstraße mit Perspektivpapier, Berufsbild und Quiz-Apps befasse, ziehe die Politik auf der Überholspur vorbei.

Erst in der vergangenen Woche hatte Kossendey-Koch sich mit ihrer Kritik an der geplanten Überarbeitung der Bundes-Apothekerordnung (BApO) an Gröhe gewandt. Dies sei „gründlich in die Hose gegangen“. Die Apothekerin fühlte sich – auch mit Blick auf Präventions- und E-Health-Gesetz – zur Krämerin degradiert. Dieselbe Kritik richtet sie nun in Richtung Friedemann Schmidt.

Zuletzt hatte Kossendey-Koch im Sommer 2013 eine Parodie auf die Ansprache von ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zur Notdienstpauschale veröffentlicht. In dem Video kritisierte die Apothekerin, dass die Pauschale zu spät komme, nicht kostendeckend und ein Bürokratiemonster sei. Außerdem zählte sie zahlreiche Fettnäpfchen auf, in die Schmidt ihrer Meinung nach bereits getreten war: die mangelhafte Aufklärung der „Maulwurfaffäre“, den Kurzauftritt eines neuen Pressesprechers, Schmidts Ausführungen zur Larmoyanz der Apotheker oder unrentablen kleinen Apotheken.

Zuvor hatte Kossendey-Koch in verschiedenen Videos den damaligen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) kritisiert, die neue Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) beklagt, Rabattverträge erklärt, mit dem Klischee des Apothekers als Schubladenzieher aufgeräumt, die Zusammensetzung von Arzneimittelpreisen erläutert und die Forderung nach einem höheren Honorar verteidigt. 2012 wagte sie den nackten Protest gegen die Honoraranpassung um 25 Cent.

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