Über eine Million Corona-Impfungen

Start für neues Expertengremium

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Berlin -

Die neue Bundesregierung will den wissenschaftlichen Rat in der Corona-Pandemie neu aufstellen. Ein neues Gremium trifft sich am Dienstag. Die Inzidenz sinkt, die Impfzahlen steigen – doch eine andere Zahl geht besorgniserregend nach oben.

Ein neues Expertengremium soll die wissenschaftliche Beratung der Bundesregierung auf eine breitere Basis stellen. Die Pandemiebekämpfung solle sich stärker auf wissenschaftliche Expertise stützen, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dazu am Samstag. Den vierten Tag in Folge haben am Freitag mehr als eine Million Menschen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Die Inzidenz sank, aber die Zahl der Todesfälle stieg. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 510 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 378 Todesfälle.

Man werde bereits Dienstag zusammenkommen und das weitere Vorgehen beraten. Die enge Zusammenarbeit mit diesen Wissenschaftlern werde Grundlage der Politik sein, erklärte Lauterbach. Die Welt am Sonntag berichtete, dem sogenannten Wissenschaftlichen Expertengremium gehörten unter anderem Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité, sowie Hendrik Streeck, Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn, an.

Beide Experten hatten sich in der Vergangenheit teils sehr unterschiedlich zur Bewältigung der Krise geäußert. Anders als Drosten war Streeck unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht zu Corona-Beratungen hinzugezogen worden. Neben dem Virologen-Duo sollen unter anderem Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut und Intensivmediziner Christian Karagiannidis dem Expertenrat angehören.

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