ABDA: Cashburn

, Uhr
Berlin -

Die ABDA bekommt ihre finanziellen Probleme nicht in den Griff. Für das vergangene Jahr kann Hauptgeschäftsführer Dr. Sebastian Schmitz der Mitgliederversammlung zwar einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren – aber nur, wenn er den neuerlichen Millionenverlust in der sogenannten Vermögensverwaltung außen vor lässt. Die Gebühren für Berater, die Mieten für externe Büroflächen, vor allem aber die ausufernden Instandhaltungskosten für das Berliner Apothekerhaus vernichten die Werte der Apotheker.

16,2 Millionen Euro hatte die ABDA im vergangenen Jahr zur Verfügung, nimmt man den künstlich separierten Bereich der Vermögensverwaltung hinzu, waren es sogar 18,6 Millionen Euro. Das Geld kam vor allem von den Mitgliedsorganisationen (14,2 Millionen Euro), weitere 3,3 Millionen Euro musste die Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker (WUV) abliefern, entsprechend 3,1 Millionen Euro nach Steuern. Kleinere Positionen machen Zinserträge sowie Mietzahlungen und Dienstleistungsgebühren der wirtschaftenden Töchter, vor allem WUV und Govi-Verlag, und „sonstige Einnahmen“ aus.

Im regulären Haushalt kann die ABDA einen minimalen Überschuss verbuchen. 7,4 Millionen Euro wurden wie im Vorjahr für Personal ausgegeben, 3,5 Millionen Euro für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Knapp 1,6 Millionen Euro wurden an den Govi-Verlag für das Zwangsabo der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) überwiesen, das in den Mitgliedsbeiträgen enthalten ist. Weitere 1,6 Millionen Euro gingen für Mitgliedschaften und Projekte drauf, darunter 500.000 Euro noch einmal für die berüchtigte Pharm-CHF-Studie. Auf zwei Millionen Euro summierten sich schließlich die Sachkosten.

Außer Kontrolle waren hier im vergangenen Jahr abermals die Kosten für die extern angemieteten Büroflächen, die sich auf 400.000 Euro summierten und damit zwei Drittel über Voranschlag lagen. Die sonstigen Verwaltungskosten lagen mit 462.000 Euro immerhin ein Drittel über Plan; in den vergangenen drei Jahren hat die ABDA insgesamt 1,3 Millionen Euro für externe Dienstleister und Berater ausgegeben. Beide Positionen wurden übrigens schon im vergangenen Jahr für den Haushalt 2015 nach oben angepasst, sodass es künftig wenigstens keine Überziehungen mehr geben sollte.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Dienstleistungen und Bürokratieabbau
Abda lobt Koalitionsvertrag – teilweise »
Streit um zusätzliche SMC-B
Benkert schießt gegen Gematik »
Dienstältestener Kammerpräsident
Saar trommelt für höheres PTA-Gehalt »
Mehr aus Ressort
Verweis auf Grippeapotheken
Abda: Apotheken können boostern »
Minister stellt Gremium zur Disposition
Spahn: Stiko taugt nicht für Pandemie »
Weiteres
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App»
EU muss Schnittstellen-Verordnung absegnen
E-Rezept: Vorerst keine Daten für Vor-Ort-Plattformen»
Verweis auf Grippeapotheken
Abda: Apotheken können boostern»
Minister stellt Gremium zur Disposition
Spahn: Stiko taugt nicht für Pandemie»