Niedersachsen

SPD-Politiker begeistert von Drive-in-Apotheke Lothar Klein, 19.09.2018 14:29 Uhr

Berlin - In Alfeld südwestlich von Hildesheim betreibt Apotheker Johannes Hackel die Marien-Apotheke. Im April feierte die Apotheke ihr 20-jähriges Jubiläum. Auch der SPD-Wahlkreisabgeordnete Bernd Westphal wurde darauf aufmerksam und schrieb einen persönlichen Glückwunsch. Apotheker Hackel und seine Frau luden Westphal in ihre Apotheke ein. Beim jetzt erfolgten Besuch staunte dieser nicht schlecht. So hatte der SPD-Politiker die Arbeit in einer Apotheke auch noch nicht erlebt.

„Eine Apotheke mit ,Drive-in‘“, postete Westphal begeistert auf seiner Facebook-Seite: „In Alfeld hat das Ehepaar Hackel mit dem Neubau der Marien-Apotheke etwas Außergewöhnliches geschaffen. Neben dem normalen Apothekengeschäft werden in ihrer Apotheke Kunden zusätzlich über einen Schalter bedient, an welchem Medikamente, Rezepte etc. schnell und sicher ausgeliefert werden können. Ich wünsche dem Ehepaar Hackel, die im Allgemeinen eine super Apotheke aufgebaut haben, weiterhin viel Erfolg und Glück!“ Schon früher hat Westphal zwei „Apotheken-Praktika“ mitgemacht. Trotzdem hat ihn die Marien-Apotheke mit ihren Angeboten überrascht.

Seit dem Umzug im Jahr 2015 in die neuen Räumlichkeiten betreibt die Marien-Apotheke einen Drive-in-Schalter. Das besondere daran ist, dass die Kunden aus dem Auto „direkt in die Apotheke schauen können“, wie Apotheker Hackel berichtet: „Die Drive-in-Kunden werden bedient wie in der Offizin. Sie sind dadurch quasi in die normale Apotheke integriert.“ Kontinuierlich steigt die Kundenzahl, die das Drive-in-Angebot nutzt. Manchmal gibt es sogar einen kleinen Stau vor dem Schalter.

Vor allem junge Mütter nutzen den Drive-in-Schalter. „Dann können die Kinder auf den Rücksitzen weiterschlafen“, so Hackel. Auch müssten die Mütter ihre Kinder dann nicht im Wagen zurücklassen. Auch ältere Kunden mit Gehbehinderungen nehmen das Angebot dankend an. Ein Stammkunde der Marien-Apotheke mit Rollator ist froh, dass er vom Auto aus seine Arzneimittel erhält. „Wir haben uns gewundert, wie viele Kunden das Angebot nutzen“, berichtet Hackel. Bei jungen Kunden sei das Drive-in-Prinzip von anderen Gelegenheiten wie Fast-Food-Angeboten bekannt und akzeptiert.

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